#60 Mitarbeitergespräche ohne Bauchschmerzen: So gelingt dir Struktur & Austausch auf Augenhöhe (Erfolgsstory 3/6)

Shownotes

Mitarbeitergespräche: Für viele Inhaberinnen ist das ein echtes Bauchschmerz-Thema. Geht’s dir ähnlich? Vielleicht, weil deine eigenen, negativen Erfahrungen aus deiner Zeit als Angestellte noch im Hinterkopf sind? Vielleicht, weil du dir unsicher bist, wie du Kritik und Lob wertschätzend rüberbringst, ohne dass es nach Bewertung von oben herab klingt? Oder weil du Sorge hast, dass es am Ende doch nur wieder ums Gehalt geht und du ins Straucheln gerätst? 

Meine Kundin Lisa kannte genau diese Gedanken und hat Mitarbeitergespräche lange vor sich hergeschoben. Wie sie mit einem klaren Rahmen, offenen Reflexionsfragen und einem transparenten Leitfaden Gespräche auf Augenhöhe geschaffen hat, die heute beide Seiten entlasten und sogar Spaß machen, hörst du in dieser Folge der THERAPIEPAUSE.

Das ist Folge 3 von 6 meiner Serie "Die schönsten Erfolge meiner Kundinnen": Bis zum Jahresende nehme ich dich mit hinter die Kulissen meines 1:1 Coachings und streue Konfetti für die Meilensteine meiner Kundinnen.

💬 Wenn du merkst, dass du gerade an einem ähnlichen Punkt stehst, dann lass uns sprechen und herausfinden, ob wir im 1:1 Coaching zusammenarbeiten wollen. Alle Infos zu meinem Angebot findest du auf www.therapiepause.de/angebote

Ich freue mich drauf, von dir zu lesen! Deine Ina

Transkript anzeigen

00:00:14: Hi und herzlich willkommen in deiner Therapie-Pause.

00:00:17: Dem Podcast rund um die Themen gesunde Praxisführung, Rollenklarheit und Resilienz für dich als Inhaberinnen einer Therapiepraxis!

00:00:25: Mein Name ist Ina – ich bin Logopädin, systemischer Coach, systemische Organisationsentwicklerin und ehemalige Praxissenhaberin.

00:00:33: Im Therapiepause-Podcast bekommst du von mir praktische Impulse, die dich als Führungsperson stärken.

00:00:40: Für mehr Klarheit in Deiner Rolle Mehr Leichtigkeit in deinem Arbeitsalltag und eine Praxis, in der du und dein Team langfristig gesund und gerne arbeiten.

00:00:49: Ohne dabei auszubrennen!

00:00:51: Und jetzt geht's auch schon los?

00:00:53: Ganz viel Spaß in deiner heutigen Therapiepause.

00:01:17: Teile.

00:01:18: Und na klar, schönste Erfolge ist natürlich relativ – sieht das Ganze als eine kleine feine Auswahl von Meilensteinen die dich vor allem inspirieren sollen und dir Mut machen sollen auch loszugehen für die Veränderung, die du dir für deine Praxis wünscht!

00:01:34: Heute geht es um ein Thema, das mir im Coaching wirklich sehr oft begegnet und das sind die Mitarbeitergespräche.

00:01:41: Ich stelle dir heute Lisa vor und bevor ich dir erzähle, was Lisa im Coaching verändert hat, will ich kurz bei etwas Anderem bleiben.

00:01:48: Nämlich bei der Frage Warum Mitarbeitergespräche für so viele Inhaberinnen erstmal ein richtig rotes Tuch sind?

00:01:56: Denn das erlebe ich wirklich sehr häufig und wenn ich dann genauer nachfrage, woher diese Anspannung eigentlich kommen, dann landen wir ganz oft in der eigenen Vergangenheit.

00:02:04: Viele Inhaberinnen haben selbst als sie noch angestellt waren keine guten Erfahrungen mit Mitarbeitergesprächen gemacht.

00:02:12: bei der alten Chefin oder dem alten Chef gab es teilweise so eine Haltung von oben herab.

00:02:17: Man wurde in solchen Gesprächen herablassend bewertet.

00:02:21: Es zieht zwar, man könne ja alles offen ansprechen aber am Ende wurde einem genau das zum Verhängnis.

00:02:27: Themen wurden nicht vertrauensvoll behandelt.

00:02:29: also du glaubst gar nicht was ich da in all den Jahren schon gehört habe und das müssen wir natürlich immer mitdenken wenn wir über das Thema Mitarbeitergespräche sprechen.

00:02:37: es hat immer auch einen Grund und er kann in der Vergangenheit liegen weshalb innerberühm sich auch schwer tun mit diesem Thema.

00:02:45: Lisa hatte zum Glück nicht allzu katastrophale Erfahrungen gemacht und trotzdem war da dieses Gefühl, diese Angst in ihren eigenen Mitarbeitergesprächen zu förmlich rüberzukommen.

00:02:55: Zu wenig auf Augenhöhe.

00:02:57: Das war extrem wichtig so auf Augenhör zu kommunizieren aber sie hat irgendwie abgespeichert in Mitarbeitergesprüchen.

00:03:03: Das funktioniert doch irgendwie nicht.

00:03:04: das ist doch alles eine Bewertungsgeschichte.

00:03:07: Gleichzeitig auch die Sorge, dass das am Ende doch nur wieder ums Gehalt gehen könnte und sie nicht wüsste wie sich auf solche Forderungen spontan reagieren soll.

00:03:16: Ja ich glaube es können auch viele von euch nachvollziehen so dieses Unangenehme und jetzt nimmt die Mitarbeiterin all ihren Mut zusammen.

00:03:25: Und spricht mich dann jetzt auch noch an, und die möchte ich jetzt direkt eine Antwort haben ob ich denn dieser Gehaltserhöhung zustimme?

00:03:32: Oh Gott habe ich keinen Bock drauf!

00:03:35: Ja und dazu eben noch so diese ganze Unsicherheit wie sie überhaupt zu kritischen Themen ansprechen kann und im gleichen Atemzug aber auch wie Sie den wertschätzend Lob aussprechen kann, ohne dass sich das schleimig und komisch anfühlt.

00:03:51: Und ohne jetzt auch solche Techniken anzuwenden.

00:03:55: so ich erst ein Lob und dann die Kritik und dann wieder einen Lob.

00:03:59: also ich mach das mal wie so ein Sandwich dazwischen und dann ist es bestimmt nicht so schlimm.

00:04:04: ja also was wenn da nicht alles für Sachen auch manchmal erklärt bekommen hat alles dazu gefühlt das geführt dass es nicht so ihr Lieblingsthema war.

00:04:13: Und dann auch noch die Frage, wie sie es überhaupt schafft.

00:04:16: Dass ihre Mitarbeiterin im Gespräch selbst ins Reflektieren kommt statt das Lisa alles vorgibt und am Ende doch wieder nur sie alleine redet – ja?

00:04:27: Auch schon vorgekommen!

00:04:29: Dann ist es mehr ein Monolog als wirklich ein Gespräch.

00:04:33: Das wirkt jetzt erst mal ganz schön viel auf einmal, oder?

00:04:35: Also kein Wunder.

00:04:36: Dass in diesem Fall bei Lisa das Thema Mitarbeitergespräche lange eher so etwas war, dass sie vor sich hergeschoben hat und du kannst ja immer für dich überprüfen wie das bei dir gerade ist ob du diesem Thema so ganz offen gegenüber eingestellt bist oder ob du da auch die eine oder andere Thematik im Kopf hast wo du denkst oh ja so angenehm finde ich das irgendwie nicht.

00:04:57: Und genau mit diesen Themen haben wir natürlich auch im Coaching angesetzt.

00:05:00: Ich nehme dich jetzt mal mit durch das, was wir gemeinsam erarbeitet haben – dass Lisa dann übrigens auch wenige Monate später im ersten Durchgang der Mitarbeitergespräche direkt ausprobieren konnte!

00:05:11: Als erstes haben wir uns den Rahmen für die Gespräche ganz genau angeschaut.

00:05:15: Das heißt, wo finden Sie statt?

00:05:17: Wie lange dauern sie denn eigentlich in welchem Raum und welche Atmosphäre soll dabei herrschen?

00:05:22: Das klingt vielleicht nach Kleinigkeiten ist es aber wirklich nicht.

00:05:25: das heißt klar ne dass Gespräch das in einem hektischen Behandlungsraum zwischen Tönen Angelstadt findet würde ich jetzt auch nicht sagen Ist ein echtes Mitarbeitergespräch Aber fühlt sich logischerweise einfach anders an als eins das in dem ruhigen Raum zu einer festen Zeit mit Vorankündigungen ohne Unterbrechung stattfindet.

00:05:44: Vielleicht gibt es Getränke, vielleicht auch Kekse.

00:05:46: All das sind Entscheidungen die natürlich jeder selber trifft.

00:05:49: aber genau diese ganzen vermeintlich kleinen Entscheidungen haben wir dann eben gemeinsam getroffen.

00:05:56: Wir haben also gemeinsam die Frequenz, die dauernde Gespräche festgelegt so dass Lisa und ihr Team von Anfang an wussten woran sie sind Und im nächsten Schritt haben wir uns dann dem eigentlichen Kern gewidmet Also dem Gespräch selbst Und wir haben gemeinsam einen Bogen erarbeitet, den beiden Seiten – also sowohl Lisa als auch ihrer Mitarbeiterin im Vorfeld-als-Reflektionstool nutzen.

00:06:18: Vielleicht kannst du ja auch solche klassischen Bewertungsbögen, wo man dann vorher ausfüllen muss, also sowohll ich als Schäffeln füll das aus und auch meinen Teammitglied.

00:06:27: Da gibt es gerne solche Bewertungskalen von eins bis zehn usw.

00:06:32: Wir haben uns ganz bewusst gegen ... So etwas entschieden und stattdessen haben wir ganz viele offene Fragen gesammelt, die wirklich zum Reflektieren anregen.

00:06:42: Statt nur so eine Zahl abzufragen.

00:06:45: Und genau das war dann übrigens auch der Schlüssel dafür dass sich die Gespräche später wirklich mehr auf Augenhöhe angefühlt haben und nicht wie so ne Bewertung von oben herab.

00:06:54: Und dann ganz wichtig für dieser haben wir einen Leitfaden für das Gespräch selbst entwickelt, der für beide Seiten transparent ist.

00:07:01: Das heißt beide Seiten wissen vorher, welche Themenbereiche dran kommen und keine Seite wird von irgendetwas überrumpelt.

00:07:09: Was am Ende damit rausgekommen ist, ist ein Formular für einen Gesprächsprotokoll mit den wichtigsten Themenbereichen, den wichtigste Takeaways und die getroffenen Vereinbarungen.

00:07:19: Denn eins war für Lisa von Anfang an klar was sie an den Gesprächen mit ihrer alten Chefin am schlimmsten fand War wenn sie dann ein Thema angesprochen hat Und nach dem Gespräch sind die einfach im Sande verlaufen.

00:07:33: Also man hatte geredet, aber am Ende hat sich dann doch wieder nichts verändert.

00:07:37: Ja es ist super frustrierend und man wusste einfach nicht mal genau auf was man sich geeinigt hatte.

00:07:42: wie gesagt ist alles so im Sander verlaufe.

00:07:44: Das heißt eine klare Vereinbarung und eine saubere Ergebnissicherung sind deshalb für beide Seiten enorm wichtig.

00:07:51: erst dadurch wird hier überhaupt sichtbar ob man wirklich über das gleiche gesprochen hat Und genau dieses Protokoll ist dann auch die Grundlage für das nächste Gespräch.

00:08:01: So schließt sich dann also immer der Kreis und nichts geht mehr verloren!

00:08:05: Bei Lisa ist jetzt am Ende herausgekommen, ein System aus zwei größeren Gesprächen im Jahr kombiniert mit regelmäßigem kürzeren Austausch zwischendurch.

00:08:15: So kurze Check-In Gespräche, die so ungefähr zehn, fünfzehn Minuten dauern.

00:08:19: Das klingt jetzt erst mal nach mehr Termin ist es auch de facto und trotzdem – das ist das Spannende daran – hat sich Lisa danach extrem entlastet gefühlt und nicht mehr belastet.

00:08:29: Warum war das so?

00:08:30: Weil sie durch diesen regelmäßigeren kleineren Austausch und ich die zwei großen Gespräche über das Jahr verteilt viel besser einschätzen kann wie's ihrem Team jetzt wirklich geht... Sie muss nicht mehr Einmal im Jahr in so einem großen, schwergewichtigen Gespräch alles auf einmal ansprechen und dabei hoffen nicht zu übersehen.

00:08:48: Und die Themen sind präsenter, aktueller und dadurch auch einfach leichter zu besprechen.

00:08:54: Ihr Team hat das übrigens genauso wahrgenommen.

00:08:55: Die Mitarbeitenden fühlen sich deutlich mehr gesehen und freuen sich wirklich auf diese Gespräche um.

00:09:02: was ich besonders schön finde dass auch kritische Themen also Verbesserungsvorschläge auch echte Kritik, also über Verhaltensweisen die so nicht in Ordnung sind.

00:09:13: Solche Dinge können inzwischen souverän angesprochen werden und es wird nicht mehr so viel um den heißen Brei geredet sondern klar wertschätzend auf dem Punkt werden die Dinge benannt zu wie sie sind und ich meine da gibt's ja nichts Besseres.

00:09:26: Und das ist auch für mich der eigentliche Kern dieser Geschichte.

00:09:28: Es geht nicht darum, Mitarbeitergespräche perfekt vorzubereiten oder so ein kompliziertes Format zu entwerfen – es geht darum, Rahmenregelmäßigkeit und Klarheit reinzubringen.

00:09:39: Wenn Feedback dann zur Gewohnheit wird statt nur Ausnahme einmal im Jahr, verliert es auch seinen Schrecken.

00:09:46: Für dich als Inhaberin aber genauso auch für dein Team!

00:09:49: Also falls der Mitarbeiter Gespräche gerade eher lästig sind als hilfreich, dann fragt ich mal woran liegt das bei dir wirklich?

00:09:56: Ist es eher der Rahmen, den nicht passt und sich nicht stimmig anfühlt.

00:09:59: Fehlt eine klare Struktur für das Gespräch?

00:10:02: ist es so diese Haltung von Bewertungen die du eigentlich gar nicht möchtest?

00:10:06: oder ist es eher so deine eigene Geschichte die denn noch mitschwingend aus einer Zeit in der du selbst in solchen Gesprächen gesessen hast.

00:10:13: meistens lohnt es dich da mal genauer hinzusehen Wenn du merkst, dass du dich in dieser Geschichte wiedererkennst und dem Wünsch deine Mitarbeitergespräche so weiterzuentwickeln, das sie beiden Seiten Sicherheit und Klarheit geben.

00:10:25: Und sogar Vorfreude!

00:10:27: Dann lass uns gerne sprechen ob mein ein zu eins Coaching für dich das Richtige ist.

00:10:31: Ich bringe dir meinen Wissen aus zehn Jahren als Praxisinhaberin und sieben Jahre als Coach- und Organisationsentwicklerin für Therapiepraxen mit und wir erarbeiten gemeinsam Schritt für Schritt einen Rahmen der zu dir und deinem Team passt.

00:10:44: Alle Infos findest du über den Link in den Show-Notes oder auf Therapiepause.de.

00:10:49: slash Angebote.

00:10:51: So, in zwei Wochen erzähle ich dir von Olga und wie sie sich neben der Praxis ein zweites Standbein aufgebaut hat.

00:10:59: gegen den einen oder anderen fiesen inneren Glaubenssatz musste Sie da ankämpfen?

00:11:03: das sage ich direkt schon mal vorweg ist eine super tolle inspirierende Geschichte wie ich finde.

00:11:08: also sehr gespannt und bis dahin mach's gut und bis bald in deiner Therapie Pause.

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