#50 (2/2) Stress, lass nach! Gesunde Selbstführung für Praxisinhaber*innen

Shownotes

In diesem zweiten Teil der Doppelfolge geht es darum, was du konkret tun kannst, um dich selbst gesund zu führen. Wir sprechen über die inneren Antreiber, die Praxisinhaber*innen besonders anfällig für Stress machen und wir schauen gemeinsam, wie kleine Veränderungen im Alltag einen echten Unterschied machen können.

👉 Du hast Teil eins noch nicht gehört? Kein Problem - du kannst auch direkt hier einsteigen. Die beiden Folgen ergänzen sich, funktionieren aber auch einzeln.

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Viel Spaß in deiner THERAPIEPAUSE!

Transkript anzeigen

00:00:14: Hi und herzlich willkommen in deiner Therapie Pause, dem Podcast rund um die Themen New Work, Resilienz und Innovation für deine Therapie Praxis.

00:00:23: Mein Name ist Ina, ich bin Logopädin systemischer Coach und systemische Organisationsentwicklerin.

00:00:30: Im Therapiepause-Podcast erfährst du wie du deine Praxis mit gesunden Strukturen und innovativen Ideen fit für die Zukunft machst Für noch mehr Klarheit Flexibilität und Gesundheit für dich und dein Team, für deine zukunftsfähige Therapiepraxis.

00:00:47: Und jetzt geht's auch schon los!

00:00:48: Ganz viel Spaß in deiner heutigen Therapiepause!

00:01:00: Und damit hallo und herzlich willkommen in deiner Therapiepause.

00:01:03: Schön, dass du heute wieder mit dabei bist!

00:01:06: Heute feiern wir hier im Podcast Jubiläum.

00:01:09: das ist die fünftzigste Folge heute.

00:01:12: Wahnsinn.

00:01:12: also hätte mir das jemand früher gesagt als ich da auf meinem Balkon saß und die Idee hatte mal ein Podcast zu starten.

00:01:20: Das hätte ich tatsächlich nicht gedacht, dass sich man irgendwann sagen kann hey das ist heute die fünfzigste folge.

00:01:24: Also krass und umso schöner, dass Du heute mit dabei wirst.

00:01:28: Zum zweiten Teil unserer Doppelfolge zum Thema Stresslass nach rund um das Thema gesunde Selbstführung für Praxisinhaberinnen.

00:01:36: Falls du Teil eins noch nicht gehört hast, gar kein Problem!

00:01:39: Du kannst auch direkt hier einsteigen.

00:01:41: die beiden Folgen ergänzen sich funktionieren aber auch einzeln sehr gut.

00:01:45: In der ersten Folge haben wir uns ja angeschaut, was Stress für Praxisinhaberinnen eigentlich bedeutet.

00:01:50: Warum er entsteht und wie er sich auch zeigen kann?

00:01:53: Heute kommen wir zum zweiten Teil – und der hat es in der Hinsicht INSICH als das.

00:01:59: wir schauen ganz konkret, was du denn tun kannst um dich selbst gesund zu führen!

00:02:05: Ich zeige dir Bausteine die gesunde Selbstführung im Praxisealtag wirklich ausmachen so dass du danach direkt loslegen kannst.

00:02:13: Und ich möchte kurz mit einem Gedanken starten, der mir wirklich wichtig ist.

00:02:16: Weil er die Grundlage für alles andere ist was heute auch noch kommt.

00:02:20: Gesunde Selbstführung ist kein Selbstzweck und sie ist auch kein Luxus für ruhige Zeiten.

00:02:27: Gesundeselbstführungen sind eine der wirkungsvollsten Dinge, die du für deine Praxis tun kannst.

00:02:32: Warum?

00:02:33: Weil du als Inhaber oder Inhaberin das Zentrum ja der Kern der Praxis bist.

00:02:38: Du triffst Entscheidungen, du gibst irgendwie auch den Ton an die Richtung an bewusst oder unbewusst.

00:02:44: natürlich Involvierst du auch dein Team mit den Entscheidungen, aber Dreh- und Angelpunkt – und das erlebe ich immer wieder – ist nun mal einfach die Inhaberin oder der Inhaber.

00:02:53: Das heißt wie Du mit Dir selbst umgehst, wie stabil Du bist, wie präsent Du bist….

00:02:57: dass alles strahlt auf Dein Team aus, auf die Atmosphäre in der Praxis, auf Qualität Deiner Führung.

00:03:03: Und das ist übrigens auch eine Reserienzperspektive!

00:03:07: sich gar nichts mehr umhaut, sie bedeutet ja dass du Werkzeuge hast die dich immer wieder stabilisieren.

00:03:13: Die dich tragen wenn es gerade viel wird.

00:03:15: und genau diese Werkzeige schauen wir uns heute eben auch gemeinsam an.

00:03:19: aber bevor wir zu den konkreten Bausteinen kommen möchte ich kurz bei einer Frage bleiben warum ist es denn eigentlich so schwer gut für sich selbst zu sorgen obwohl das doch eigentlich wollen?

00:03:29: ja und das höre ich von so vielen Inhaberinnen die sagen Ich will mich eigentlich gut um mich selbst kümmern Aber, ja.

00:03:35: Und dann kommt eine ganze Liste von Avers und Real Talk – das kenne ich natürlich selber auch ganz gut!

00:03:41: Ja?

00:03:41: Natürlich auch aus meiner Vergangenheit als Praxissenhaberin aber auch so als selbstständige begegnet mir natürlich immer mal wieder solche Phasen wenngleich ich eben auch Tools mittlerweile an der Hand habe mit denen ich mich da gut wieder rausholen kann und mich da stabilisieren kann.

00:03:57: Ein großer Teil dieser Antwort liegt in unseren inneren Antreibern Also in Botschaften, die wir über uns und über das was von uns erwartet wird irgendwann mal gelernt haben.

00:04:08: Man kann das auch persönliche Stressverstärker nennen Und ich stelle dir kurz fünf dieser Stress Verstärkern vor und lade dich mal ein da hinein zu hören welche du denn persönlich kennst.

00:04:20: Der erste Stress Versterker heißt Sei Perfekt.

00:04:24: Diese Stimme basiert auf dem Wunsch nach Erfolg und Anerkennung über Leistungen.

00:04:29: Das heißt, solange es noch besser geht ist das nicht gut genug ja?

00:04:33: Lieber hundertzwanzig Prozent statt Hundert!

00:04:36: Und diese Stimme macht besonders anfällig wo Momente in denen etwas nicht so ganz rund läuft also ein Fehler im Team eine Woche die nicht so viel gelaufen ist wie geplant und schon ist die Stimme auf dem Plan und treibt dich an.

00:04:51: Der nächste Stressverstärker heißt sei beliebt.

00:04:55: Dieser Stimme basiert auf dem Wunsch nach Zugehörigkeit und Anerkennung durch andere – ja, ich sage lieber Ja auch wenn nicht eigentlich Nein meine!

00:05:04: Besonders herausfordernd ist das für Inhaberinnen die gleichzeitig Kollegin und Chefin sind.

00:05:09: Wenn da noch so ein gemeiner Rollenkonflikt damit reinkommt, ist dieses Sei Beliebt ein gängiger Antreiber.

00:05:16: Der nächste stressverstärke ist der Antreber sei stark.

00:05:20: Diese Stimme basiert auf dem Wunsch nach Unabhängigkeit und Selbstbestimmung.

00:05:24: Ich schaffe das schon, das darf ich nicht zeigen – ja?

00:05:28: Und diese Stimme macht es schwer Unterstützung anzunehmen oder auch nur zuzugeben dass es gerade zu viel ist!

00:05:35: Der nächste Stressverstärker heißt Sei auf der Hutsch und dieser innere Antreiber, die Stimme, basiert aus dem Wunscht nach Sicherheit und Kontrolle.

00:05:44: Ja, ich muss alles im Blick behalten.

00:05:46: Loslassen ist gefährlich.

00:05:48: Wenn jemand anders das macht wird es nicht so gut dann mache ich's lieber

00:05:50: selber.".

00:05:52: Und diese Stimme die erschöpft besonders weil sie nie wirklich Pause macht und dann der letzte Stressverstärker der heißt Ich kann nicht!

00:06:04: Diese Stimme basiert auf dem Wunsch nach wohlbefinden und führt dazu dass wir Situationen schon als überwältigend erleben bevor wir sie wirklich angegangen haben Und es führt einfach dazu, dass wir uns Dinge nicht zutrauen.

00:06:16: Dass wir in so katastrophisierenden Gedanken auch manchmal festhängen sowas wie oh Gott, das wird eine absolute Katastrophe!

00:06:22: Das wird mir bestimmt nicht gelingen... Ich kann das ja auch eh nicht.

00:06:26: All diese Stimmen sind jetzt nicht falsch sondern die haben irgendwann auch tatsächlich mal in unserem Leben Sinn gemacht.

00:06:33: Es gibt immer mehrere Seiten dieser Medaille und gleichzeitig machen sie's einfach in vielen Situationen im Praxisalltag schwer gut für sich selbst zu sorgen und das ist eben heute unser Thema Und sie zu kennen und für sich selber auch zu klären, so oh ich bin anfällig für Stimme XY.

00:06:49: Das ist schon mal der erste wichtige Schritt um ihnen überhaupt etwas entgegensetzen zu können.

00:06:55: Genau das tun wir jetzt.

00:06:56: kommen also zu den Bausteinen für gesunde Selbstführung.

00:07:00: Ich stelle dir heute acht Bausteine vor und jeder davon ist für sich wertvoll und zusammen bilden Sie ein echtes Fundament für gesund Selbstführungen im Praxisalltag.

00:07:10: Du musst die logischerweise jetzt nicht alle auf einmal umsetzen, sondern such dir mal die Dinge raus, die dich ansprechen und die du für dich sinnvoll empfindest.

00:07:19: Baustein Nummer eins ist die Selbstvernehmung.

00:07:22: Klingt zu simpel – ist es aber irgendwie gar nicht!

00:07:24: Und ist vor allem so essentiell.

00:07:27: Selbstvernehmen bedeutet, du weißt wie's dir geht?

00:07:30: Nicht erst dann wenn der Körper zum Beispiel die Notbremse zieht, sondern schon vorher….

00:07:35: Du bemerkst, wenn die Energie sinkt.

00:07:37: Wenn du gereizt wirst.

00:07:39: Wenn dieses Kneuel im Kopf immer größer wird und du den Überblick verlierst.

00:07:45: Wenn einfach nur noch funktionierst und so weiter machst, weiter machst.

00:07:50: Das klingt selbstverständlich ist es aber für viele Inhaberin tatsächlich nicht weil der Alltag so viel Aufmerksamkeit nach außen zieht dass der Blick nach innen häufig verloren geht.

00:08:00: Und meine Reflexionsfrage an dich zu diesem Baustein ist jetzt.

00:08:04: Wann hast du dich zuletzt bewusst gefragt, wie geht's mir eigentlich gerade?

00:08:09: Wirklich und was war deine Antwort?

00:08:12: Als kleine Umsetzungsidee möchte ich dir noch mitgeben.

00:08:15: Du kannst zum Beispiel so etwas machen dass du einmal am Tag zum Beispiel nach der letzten Therapiestunde oder nach der Bürozeit das du da kurz innehältst eine Minute dir von mir aus auch ein Timer stellts Einchecks quasi mit dir selber und ich frag's, okay.

00:08:31: Wie ist gerade mein Energielevel?

00:08:33: auf einer Skala von eins bis zehn?

00:08:36: Was brauche ich grade um diesen Arbeitstag gut abschließen zu können Und auch um vielleicht im Feierabend etwas Energie aufzutanken oder zumindest nicht noch mehr Energie zu verlieren.

00:08:47: Das ist schon mal so ein kleines Tool zum Thema Selbstvernehmung.

00:08:49: was sich dir mit auf den Weg geben kann Baustein Nummer zwei ist die Selbstregulierung.

00:08:54: Selbst Regulierung bedeutet, du kannst dich selbst wieder in Balance bringen wenn etwas dich aus dem Gleichgewicht gebracht hat.

00:09:00: Ein schwieriges Gespräch eine unerwartete Situation an strengender Tag ein Konflikt Du hast Wege die dich stabilisieren.

00:09:08: Das ist also jetzt keine Frage der Disziplin sondern der Routine.

00:09:12: Wer regelmäßig für so einen Ausgleich sorgt er holt sich schneller und bleibt stabiler auch wenn es gerade viel wird.

00:09:19: Und die Reflektionsfrage an dich kann lauten Was hilft dir denn persönlich?

00:09:24: als Praxisinhaber oder Praxisinhaberin dich nach einem schwierigen Moment wieder zu stabilisieren.

00:09:30: Und als kleine Umsetzungsidee kann ich dir noch mit auf den Weg geben, es ist manchmal so simpel und wir finden das manchmal auch in unserer Therapie wieder sowas wie Atemübungen, drei tiefe Atemzüge vor dem nächsten Termin... oder fünf Minuten draußen nach einem anstrengenden Gespräch, ein schneller Spaziergang wirklich und den Puls ein bisschen spüren.

00:09:51: Kleine Tools aber wirksam um die Emotionen mit diesen Situationen einhergehend regulieren zu können.

00:09:58: Baustein Nummer drei für gesunde Selbstführung ist das Thema Grenzensetzen.

00:10:03: Und Grenzensätzen ist, wie viele Inhaber in das schwierigste Thema überhaupt habe ich zu den Eindruck total verständlich auch weil es sich manchmal einfach falsch anfühlt, nein zu sagen als wäre man nicht hilfsbereit genug, nicht gut genug als Chefin.

00:10:18: aber hier ist eben noch eine andere Perspektive.

00:10:21: ein klares Nein schützt gleichzeitig auch deine Energie.

00:10:25: Wer seine eigene Energie schützt, führt langfristig einfach besser.

00:10:29: Grenzen zu setzen ist also nicht Egoismus – so wie der uns das manchmal ebenso vorgekaukelt wird.

00:10:35: Es ist eine ganz klare Führungsverantwortung!

00:10:38: Und die Reflektionsfrage an dich lautet jetzt?

00:10:41: Wo sagst du denn gerade in deinem Praxiseiltag ja, obwohl du eigentlich nein meinst?

00:10:49: und was kostet Dich das?

00:10:50: Denken wir drüber nach….

00:10:51: Und als kleine Umsetzungsidee möchte ich dir mit auf den Weg geben, mal einen Bereich zu identifizieren wo aktuell eine Grenze fehlt.

00:11:00: Wo du merkst, eigentlich sollte da ein Nein hin oder eine Grenz und einen einzigen Schritt rauszufiltern den du diese Woche umsetzen kannst auch wenn der klein ist.

00:11:11: das ist ein erster kleiner Schritt und im lösungsorientierten arbeiten sind wir ganz großer Fan davon.

00:11:16: so sagen wir brechen das mal runter auf viele kleine Schritte weil es dann einfach sehr viel niederschwelliger ist, loszulegen.

00:11:23: Das heißt was ist der erste kleine Schritt den du tun kannst um diese Grenze zu setzen?

00:11:29: Zu kommunizieren!

00:11:30: Baustein Nummer vier ist der Bausteinen der aktiven Erholung und Erholungen passiert nicht einfach so ja und sie bedeutet nicht nur Schlafen oder Urlaub.

00:11:40: Aktive Erholing heisst Du gestaltest sie bewusst.

00:11:43: das heißt du weißt was dir wirklich Energie zurückgibt Und du machst es regelmäßig, nicht nur dann wenn der Akku schon leer ist und das ist die wichtige Info.

00:11:52: Das heißt wer Erholung so reaktiv betreibt – oh mein Akku ist leer ich muss mich mal erholen!

00:11:58: Also erst dann, wenn es nicht mehr geht, der holt sich schlechter als jemand, der regelmäßig kleine Pausen einbaut und eben auch gut darauf achtet dass der Akkuerst gar nicht so leer wird.

00:12:09: Und meine Frage an dich lautet was gibt dir denn wirklich Energie zurück?

00:12:13: Das kann im Praxisaultag sein, das kann auch im Privaten sein.

00:12:17: Und wann hast du das zuletzt wirklich getan?

00:12:20: Können kleine Rituale sein oder Beschäftigungen den du nachgehst, die dir Energie geben?

00:12:25: und wann hast Du das zuletzt wirklich

00:12:27: getan?".

00:12:28: Und meine Umsetzungsidee für dich ist klingt zu simpel aber es für viele gar nicht so leicht – wirklich eine Erholungseinheit als festen Termin in die Woche eintragen!

00:12:38: Nicht als Option sondern als Termin.

00:12:42: Und da hilft auch manchmal die Idee, das wirklich genauso ernst zu nehmen wie auch eine Therapie, die du jetzt ja auch nicht einfach so mehr nichts dir nix mal absagen würdest.

00:12:51: Sondern du würdest daher wahrscheinlich auch sehr diszipliniert dranbleiben und nur qualitativ gute Therapie machen!

00:12:59: Dann kommen wir zur Baustelle Nummer fünf – Routinen & Rituale.

00:13:03: Routinen sind definitiv unterschätzte Kraftquellen, denn sie schaffen Strukturen einem Alltag der ja oft alles andere als strukturiert ist.

00:13:11: Natürlich kann es sein, dass dein Arbeitsalltag durch Therapieeinheiten strukturierend ist und durch Teamsitzungen

00:13:17: usw.,

00:13:18: aber was passieren ja auch so viele Dinge noch on top?

00:13:22: Manche Struktur dann einfach direkt wieder über den Haufen werfen – und Routine und Ritualen können ein sehr gutes Tool für gesunde Selbstführung sein!

00:13:31: Zum Beispiel ein Morgenritual, das sich gut in den Tag bringt.

00:13:35: Ein Feierabendritual dass jeden Arbeitstag wirklich abschließt und kleine regelmäßige Anker die die Orientierung geben ohne dass du jedes Mal neu entscheiden musst, was jetzt gut für dich ist.

00:13:48: Und das ist eben dieser kleine feine Unterschied.

00:13:50: Routinen und Rituale sind irgendwann so drin, dass du gar nicht mehr überlegen musst, hm, was mache ich denn jetzt um mich zu erholen?

00:13:57: Ja, sondern es ist direkt klar, was du machst, um zum Beispiel deinen Arbeitstag abzustießen!

00:14:02: Und meine Frage an dich lautet... Also welche kleine Sache machst du vielleicht sogar auch schon die dir hilft, gut für Dich zu

00:14:13: sorgen?!

00:14:13: Und welche fehlt dir auch noch?

00:14:15: Vielleicht fällt dir ja spontan etwas ein oder was du in der Vergangenheit schon gemacht hast, aber wieder aus den Augen verloren hast.

00:14:23: Meine Umsetzungsidee wäre da, dass du dir mal ein einziges Ritual aussuchst.

00:14:28: zum Beispiel dein Arbeitstag endet mit dem Zumachen des Laptops und einem bewussten Satz.

00:14:33: Diese Satz könnte lauten für heute ist es genug.

00:14:37: Ja, diesen Satz und diese Aktion gleichzeitig trainierst du über mehrere Wochen Und signalisierst dir damit, hier ziehe ich jetzt eine Grenze.

00:14:47: Durch dieses Ritual schließe ich meinen Arbeitsalltag ab!

00:14:51: Kommen wir zu Baustein Nummer sechs die Delegation.

00:14:55: Delegations ist selbst für Sorge – das klingt vielleicht überraschend aber wer alles selbst macht weil er glaubt es am besten zu können oder weil Loslassen sich unsicher anfühlt der trägt eine Last die auf Dauer ganz schön schwer wird.

00:15:08: Deligieren is kein Zeichen von Schwäche.

00:15:11: Sie ist tatsächlich auch eine Führungsaufgabe und die gibt ihr den Raum, dich um das zu kümmern was wirklich nur du kannst.

00:15:18: Ich erlebe das immer wieder dass viele Praxisinhaber in Aufgaben erledigen wo sie denken, dass sie das machen müssten.

00:15:25: bei genauerer Betrachtung fällt dann aber auf.

00:15:27: Ne Moment!

00:15:28: Das is eigentlich nur Gewohnheit.

00:15:30: oder die Unsicherheit davor das abzugeben oder die Befürchtung, das Team damit zu überfordern.

00:15:38: Das heißt meine Frage an dich lautet jetzt, welche Aufgaben liegen denn gerade auf deinem Tisch?

00:15:44: Die eigentlich nicht deine sein müssten!

00:15:47: Und auch hier eine Umsetzungsidee such dir mal für nächste Woche eine Aufgabe ganz bewusst raus, die du abgeben kannst und dann wage diesen Sprung ins kalte Wasser.

00:15:57: mit klarem Auftrag und dem Vertrauen dass es auch ohne dich gut erledigt wird gibt diese kleine Aufgabe ab.

00:16:04: Und das muss ja nicht direkt etwas Weltbewegendes sein, es kann ja erst mal was Kleines sein.

00:16:09: Kommen wir zu Baustellen Nummer sieben der heißt soziale Unterstützung.

00:16:13: Praxisinhaber hin führen ja oft sehr allein.

00:16:17: Anders als jetzt in großen Konzernen, wo es viele Führungskräfte gibt und die sich vielleicht auch zwischenzeitig mal treffen und austauschen... In Therapiepraxen ist es häufig so, es sei denn du hast noch eine Kollegin an deiner Seite, die auch Inhaberin ist.

00:16:29: nach oben gibt es selten jemandem der sagt ob du das jetzt richtig machst oder dir Feedback gibt Und nach unten also ins Team da kannst du einfach nicht alles teilen.

00:16:38: Das heißt diese Einsamkeit dieses Gefühl so alleine weiterflur in der Führungs das ist tatsächlich real und kostet gleichzeitig auch viel Energie.

00:16:47: Und soziale Unterstützung bedeutet, dass Menschen mit denen du wirklich über deine Situation sprechen kannst, dass du mit denen Kontakt aufnimmst.

00:16:56: Dass du schaust... gibt es Leute aus deinem Umfeld, vielleicht aus deiner Ausbildung wo du weißt hey da ist eine Inhaberin in einem ganz anderen Ort aber kann ich mich mit der mal treffen online um mich mit er auszutauschen.

00:17:08: Also solche Dinge sind tatsächlich kein nice to have sondern sie sind ein echter Schutzfaktor weil du dadurch auch lernst gesund zu führen und auch so ne Außenperspektive mal zuzulassen.

00:17:19: Meine Frage an dich, mit wem kannst du wirklich offen über deine Situation als Inhaber oder Inhaberin sprechen?

00:17:25: Also wer bewertet dich da jetzt auch nicht, sondern hört dir offen zu.

00:17:29: Mit wem kannst du da so auf Augenhöhe drüber sprechen?

00:17:33: und selbst wenn du das jetzt gerade aktiv noch nicht tust, wer wäre da so aus deiner Liste an Kandidaten oder Kandidatin die dafür in Frage kommen könnten?

00:17:41: Und daher auch meine Umsetzungsidee.

00:17:43: Identifiziere mal einen Menschen, bei dem du dich wirklich gesehen fühlst oder wo du das Gefühl hast hey das könnte tatsächlich ganz gut funktionieren.

00:17:51: und wenn deine To-do Liste lang ist dann nimm mal Kontakt zu dieser Person auf und vielleicht triffst du da genau in Schwarze denn ich erlebe häufig dass sich Inhaber und Inhaberen so etwas wünschen mehr Austausch die dann auch häufig einher geht mit Erleichterung ja sowas wie ach es geht anderen auch so gegenseitig sich unterstützen oder Ideen kreieren.

00:18:12: Wer könnte da für dich eine gute Person sein?

00:18:15: Und dann kommen wir zum letzten Baustein, dem Bausteil Nummer acht, Residenz durch Sinn.

00:18:20: und wenn wir über Sinn reden, ist das vielleicht sogar einer der tiefsten Bausteine denn die Idee ist, wenn du weißt warum du das alles machst also warum du eine Praxis hast, warum du Praxisenhaberin bist Nicht nur was du tust, sondern warum.

00:18:37: Ja?

00:18:37: Wenn Du Dein Why kennst, dein Warum, dann trägt Dich das auch durch schwierige Phasen.

00:18:43: Sinn ist einer der stärksten Faktoren den wir kennen, der uns auch durch Schwierige Zeiten navigiert.

00:18:50: wenn wir wissen, warum wir im Kern das tun kann uns das auch manchmal zu ungeahnten Stärken führen.

00:18:57: und klar, Sinn bedeutet jetzt nicht nur weil etwas Sinn macht dass es auf einmal nicht mehr schwierig ist aber er gibt uns Kraft trotzdem weiter zu machen.

00:19:05: Und daher nochmal die Reflexionsfrage an dich, was ist denn dein Warum?

00:19:10: Warum führst du diese Praxis wirklich?

00:19:13: Was ist dein tiefes Warum das sich zufrieden macht weshalb du angetreten bist mit deiner Praxis?

00:19:20: Formulier das noch mal für Dich und dahingehend ist jetzt auch meine Umsetzungsidee dass Du Dir diesen Satz nochmal ganz klar aufschreibst und wirklich sichtbar machst.

00:19:29: Vielleicht schreibst du es dir auch in deinen Kalender auf den Post-It, wo du es immer noch mal regelmäßig sehen kannst und mach dir wirklich nochmal klar.

00:19:36: Warum mache ich das Ganze überhaupt?

00:19:40: So acht Bausteine!

00:19:41: Das war jetzt eine ganze Menge und ich möchte dass du eins mitnimmst.

00:19:44: Du musst jetzt natürlich nicht alles gleichzeitig angehen.

00:19:47: Das wäre womöglich der schnellste Weg aber... Das ist auch der Weg, der vielleicht dazu führt zu sagen so oh Gott das ist alles viel zu viel.

00:19:55: Such dir mal einen Baustein aus, der dich jetzt gerade angesprochen hat oder wo du das Gefühl hast dass es einfach umsetzbar für dich und fang dort an.

00:20:04: Und ganz klar ist, dass du damit einen positiven Einfluss auf deine gesunde Selbstführung haben wirst!

00:20:12: sich dieses ganze Thema gesunde Selbstführung überhaupt wirklich lohnt, dann ist meine ganz klare Antwort ja.

00:20:19: Denn nicht nur für dich hat das einen positiven Einfluss sondern auch für deine Praxis.

00:20:23: Eine Inhaberin ein Innerbar die sich selbst gut führt, führt auch das Team besser trifft klare Entscheidungen bleibt stabiler in schwierigen Momenten hat mehr Energie für das was wirklich wichtig ist und diese Dinge strahlen eben auch aus aufs team und machen auch eine praxisresiliente.

00:20:40: Das heißt, gesunde Selbstführung ist wirklich kein Luxus.

00:20:43: Sie ist die Basis von allem!

00:20:45: Meine abschließenden Fragen für dich sind heute also welche dieser acht Bausteine fehlen bei dir gerade am meisten und was ist dein konkreter nächster Schritt?

00:20:53: Diese Woche in deinem Praxiseiltag.

00:20:56: Was möchtest du angehen?

00:20:58: Egal was du der aus suchst ich wünsche dir auf jeden Fall ganz viel Erfolg und gute Erkenntnisse bei der Umsetzung Und wenn du jetzt merkst, dass du das Thema gesunde Praxisführung weiter verfolgen möchtest und dir dafür Unterstützung wünscht dann schau dir gerne mein Coaching-Angebot an.

00:21:13: Noch bis Ende Mai läuft das Therapiepause Sommerspecial.

00:21:17: Die fünf Inhaberinnen, die mit mir ab Mai oder Juni im ein zu eins Coaching starten bekommen einen ein zu einen Strategie Workshop in Wert von acht hundertfünfzig Euro gratis dazu.

00:21:27: Das ist eine ziemlich coole Sache und wir haben dadurch einfach noch mehr Zeit zum Plänischmieden Entwicklungsschritte umsetzen und zum dranbleiben.

00:21:35: Die Bewerbung für dieses Sommerspecial läuft noch bis zum einendreißigsten Mai.

00:21:40: Es sind aktuell noch zwei Plätze frei, also wenn du Lust hast dann meldet dich sehr gerne!

00:21:44: Alle Infos findest Du auf www.therapiepause.de.

00:21:48: slash Angebote und den Ding gibt's natürlich auch hier unten in den Show-Notes.

00:21:53: So das war es jetzt für diese Doppelfolge zum Thema Stresslass nach gesunde Selbstführung für Praxisinhaber hin.

00:22:00: Ich hoffe wirklich, dass du dir ein paar hilfreiche Impulse mitnehmen konntest und vielleicht auch einen ersten konkreten Schritt für dich.

00:22:06: Ich freue mich wenn du beim nächsten Mal wieder dabei bist und bis dahin mach's gut in deiner Therapiepause!

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