#49 (1/2) Stress, lass nach! Gesunde Selbstführung für Praxisinhaber*innen
Shownotes
In diesem ersten Teil der Doppelfolge schauen wir uns an, was Stress für Praxisinhaber*innen eigentlich bedeutet - warum er entsteht, wie er sich zeigt, und warum gesunde Selbstführung keine Wellness-Frage ist, sondern eine echte Führungsaufgabe.
👉 Teil zwei erscheint in 2 Wochen am 13.05.26. Darin geht es darum, was du konkret tun kannst, um gesund mit den zahlreichen Anforderungen in deinem Arbeitsalltag umzugehen.
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Viel Spaß in deiner THERAPIEPAUSE!
Transkript anzeigen
00:00:14: Hi und herzlich willkommen in deiner Therapie Pause, dem Podcast rund um die Themen New Work, Resilienz und Innovation für deine Therapie Praxis.
00:00:23: Mein Name ist Ina, ich bin Logopädin systemischer Coach und systemische Organisationsentwicklerin.
00:00:30: Im Therapiepause-Podcast erfährst du wie du deine Praxis mit gesunden Strukturen und innovativen Ideen fit für die Zukunft machst Für noch mehr Klarheit Flexibilität und Gesundheit für dich und dein Team, für deine zukunftsfähige Therapiepraxis.
00:00:47: Und jetzt geht's auch schon los!
00:00:48: Ganz viel Spaß in deiner heutigen Therapiepause.
00:01:01: Und damit hallo und herzlich willkommen in deine Therapie Pause.
00:01:05: Schön, dass du heute wieder mit dabei bist.
00:01:07: Ich möchte heute mal mit einer Anerkennung starten bevor wir gleich inhaltlich einsteigen ins Thema.
00:01:14: Wenn Du hier zuhörst dann fühlst Du sehr wahrscheinlich eine Therapie Praxis.
00:01:19: Du behandelst Patientinnen, du trägst Verantwortung für dein Team.
00:01:23: Du triffst Entscheidungen, kümmerst dich um unterschiedlichste Bedürfnisse aus deinem Team und das jeden Tag, das ganze Jahr über oft gleichzeitig, oft ohne dass jemand von außen sieht wie viel das eigentlich ist.
00:01:37: und das Ganze ist nicht selbstverständlich.
00:01:39: darauf kannst du wirklich stolz sein.
00:01:42: Und trotzdem, wann hast du zuletzt einen Abend gehabt an dem du wirklich abschalten konntest?
00:01:47: Nicht mit dem Handy in der Hand.
00:01:49: Nicht mit Gedanken an die Praxis, an die Warteliste oder nur offene Abrechnung – an das Problem mit einer Mitarbeiterin oder an die neue Mitarbeiterin, die bald startet!
00:01:59: Sondern ein Moment wo du wirklich zur Ruhe gekommen bist….
00:02:02: Vielleicht ist das bei dir ja auch so, der Laden läuft kann man so sagen und trotzdem ist da dieses Gefühl dass es irgendwie nie wirklich genug ist.
00:02:10: Dass du irgendwie immer ein bisschen schwimmst zwischen all diesen ganzen Anforderungen.
00:02:15: Dass der Kopf einfach nicht aufhört zu überlegen was gibt's gerade noch zu tun?
00:02:20: Was steht an und so weiter.
00:02:21: Und ich finde wir dürfen auch einfach mal anerkennen Praxisführung ist echt kein Spaziergang und bringt wirklich viele Anforderungen mit sich, vor allem viele unterschiedliche Anforderung.
00:02:33: Und heute starten wir deshalb in eine Doppelfolge zu einem Thema, das ich ehrlich gesagt schon länger machen wollte.
00:02:38: Weil es in meinen Augen eine der wichtigsten Grundlagen für alles andere ist was wir hier im Podcast auch besprechen und zwar geht es um gesunde Selbstführung und um einen gesunden Umgang mit Stress – und auch darum wie du als Inhaber oder Innerbrinnen einer Therapiepraxis mit Stress und den vielen Anforderungen gesund umgehen kannst.
00:02:57: Ich habe in den letzten Monaten von vielen PraxisinhaberInnen gehört, dass die ersten Monate im Jahr ist echt anstrengend.
00:03:06: Also um mit so mehr einen Grund da jetzt mal genauer hinzuschauen!
00:03:11: In diesem ersten Teil der Doppelfolge schauen wir uns an was Stress für viele Praxisinhaberinnen eigentlich bedeutet, warum er entsteht wer sich zeigt und warum es so wichtig ist die Signale frühzeitig zu erkennen.
00:03:25: In Teil zwei, der dann in zwei Wochen erscheint geht es dann darum was kannst du konkret tun?
00:03:30: Wie fühlst Du Dich selbst gesund im Praxisalltag?
00:03:33: nicht erst wenn Urlaub ist.
00:03:35: Was kannst Du tun um gesund mit Stress umzugehen?
00:03:38: Also lass uns loslegen!
00:03:39: Ich möchte gleich zu Beginn mal mit einem Gedanken starten der mir sehr wichtig ist und der vielleicht erstmal etwas überraschend klingen mag.
00:03:46: Gesunde Selbstführung ist für mich keine Wellness Frage sondern sie ist eine Führungsaufgabe.
00:03:53: Gesunde Selbstführung ist eine Führungsaufgabe.
00:03:56: Vielleicht geht es dir auch so, dass wenn du an Führungen denkst, du erst mal sehr ans Außen denkst.
00:04:01: also wie gehe ich mit meinen Mitarbeitenden um?
00:04:03: Wie führe ich Gespräche?
00:04:05: Welche Strukturen habe ich in der Praxis?
00:04:08: das das Team sich wohlfühlt, dass es lange bleibt und da möchte ich jetzt direkt die Perspektive noch ins Spiel bringen.
00:04:16: Ist eben nicht nur das nach außen, sondern auch das nach innen.
00:04:20: Und eine gesunde Selbstführung meint genau das – dass du selbst gut mit dir als Inhaberin, als Chefin oder Person umgehst und dich selbst so führst, dass du überhaupt erst in der Lage bist, auch nach Außen hin gesund zu führen!
00:04:36: Also ich meine das ganz konkret.
00:04:38: Wie du mit dir selber umgehst, also ob du Warnsignale ernst nimmst oder die eher wegschiebst, ob du weißt was dir gut tut….
00:04:45: Das alles wirkt sich direkt auch darauf aus wie du führst – wie präsent du bist, wie klar du bist ,wie du kommunizierst, wie du Entscheidungen triffst und natürlich auch wie dein Team dich erlebt!
00:04:57: Gerade in Therapiepraxen, wo wir häufig ja gar nicht so wie auf Konzernebene tausend Leute im Team haben.
00:05:04: Es ist umso wichtiger, dass da ein gutes Match im Prinzip da ist, das du dich gesund führst und das das Team damit auch merkt.
00:05:13: hey!
00:05:13: Da ist jemand der mit sich selbst sozusagen im Reihen ist, der klar ist, er präsent is', der stimmige Entscheidung trifft.
00:05:20: Denn das ist gerade in so kleineren Teams natürlich etwas was ansonsten auch sehr schnell ... auffällt und auch solche Spannungen im Team durchaus erzeugen kann.
00:05:29: Und genau deshalb fangen wir heute in dieser Folge auch damit an, nicht also bei deinem Team sondern bei dir selbst!
00:05:36: Lass uns erst mal ehrlich schauen, was die Rolle als Praxistenhaber oder Praxisinhaberin eigentlich so mit sich bringt.
00:05:42: Und da jetzt noch mal ein kleiner Ausschnitt!
00:05:44: Du bist sehr wahrscheinlich Therapeut- oder Therapeuten.
00:05:47: Das heißt du behandelst PatientInnen, du dokumentierst und führst Angehörigengespräche.
00:05:52: Du bist voll präsent bei deinen Patienten.
00:05:55: Besuchst Fortbildungen um dich fachlich weiterzubilden usw.
00:06:00: Du bist gleichzeitig auch Führungskraft,
00:06:02: d.h.,
00:06:02: du triffst Personalentscheidungen, führst Mitarbeitergespräche, hältst Fäden zusammen und so weiter.
00:06:12: Das heißt, du denkst strategisch.
00:06:14: Planst, entwickelst.
00:06:15: Manchmal bist du auch noch deine eigene Verwaltungskraft.
00:06:19: Vielleicht bist Du auch noch Social-Media-Managerin oder allgemeinen Marketingbeauftragte.
00:06:23: Und vielleicht bist Du aber auch noch Abrechnungsbeauftrage und so weiter und sofort – diese Liste könnte ich jetzt noch sehr viel weiterführen!
00:06:30: Und all das bist Du häufig jeden Tag oft gleichzeitig mit wenig Puffer dazwischen.
00:06:36: Studien, die sich mit Führungskräften im Gesundheits- und Sozialwesen beschäftigen, zeigen immer wieder was Inhaberinnen in diesem Bereich besonders belastet.
00:06:45: Das ist die hohe Arbeitsintensität – also schlicht die Menge, die in kurzer Zeit erledigt werden muss!
00:06:51: Es sind gleichzeitig auch die emotionalen Anforderungen weil wir einfach in einem Beruf arbeiten der sehr viel von uns als Menschen fordert.
00:06:59: Es sind teilweise auch Konflikte zwischen dem was das Privatleben braucht und dem was die Praxis fordert.
00:07:05: Und es sind Rollenkonflikte, also diese innere Spannung die entsteht wenn verschiedene Rollen gleichzeitig etwas von dir wollen.
00:07:12: Das klingt nach viel das ist es auch und es ist wichtig dass mal so klar beim Namen zu nennen weil viele Inhaber innen das tatsächlich als persönliches Versagen erleben und das finde ich sehr schade Als wären sie einfach nicht belastbar genug.
00:07:26: und das stimmt nicht.
00:07:27: was du erlebst ist strukturell bedingt.
00:07:29: Es ist mit der Komplexität dieser Rolle verbunden Nicht mit deiner Stärke oder Schwäche.
00:07:35: Und damit kommen wir auch direkt zur nächsten Frage.
00:07:37: Wann wird denn das eigentlich zum Problem?
00:07:39: Was passiert in dir, wenn die Anforderungen dauerhaft zu viel werden?
00:07:44: und da gucken wir jetzt mal so ein bisschen auf das Ungleichgewicht von Anspannung und Erholung.
00:07:49: Ich finde dass Bild einer Waage dafür sehr hilfreich um zu verstehen wann Stress denn überhaupt entsteht.
00:07:54: Auf der einen Seite der Waage liegen alle Anforderungen, also alles Dinge die du so im täglichen Praxisalltag so junglierst.
00:08:02: Alles was von dir gefordert wird, was auf deinem Tisch landet, was Energie kostet.
00:08:07: Auf der anderen Seite liegen deine Ressourcen – also alles was dir Kraft gibt, was dich trägt und was dich auffängt.
00:08:14: Und Stress entsteht dann wenn diese Waage aus dem Gleichgewicht gerät Wenn die Anforderung dauerhaft schwerer wiegen als das was du dagegen stellen kannst.
00:08:24: Und jetzt kommt ein Punkt, der mir sehr wichtig ist.
00:08:26: Kurzfristig kann Stress sogar aktivierend wirken!
00:08:29: Ja also wenn du weißt dass in zwei Wochen eine neue Mitarbeiterin startet und noch vieles vorbereitet werden muss dann kann dieser Druck dich auch in Bewegung setzen im positiven Sinne das es dann in dem Sinne normaler gesunder Stress.
00:08:43: problematisch wird es dann wenn der Zustand dauerhaft anhält Das heißt, wenn deine Anspannung und deine Erholung nie mehr so wirklich ins Gleichgewicht kommen.
00:08:51: Wenn du einfach keine Pause mehr findest!
00:08:54: Und das muss jetzt nicht nur eine körperliche Pause sein – es kann auch eine gedankliche Pause ein, die einfach nicht mehr kommen mag.
00:09:00: Dabei spielt noch etwas ne große Rolle.
00:09:03: Und zwar wie Du eine Situation bewertest.
00:09:06: Ob Du denkst, mhm, dass ist eine Herausforderung, die ich meistern kann oder ob Du denkest, Ich komme hier nicht raus.
00:09:14: Diese innere Bewertung beeinflusst zusätzlich auch nochmal, wie stark dein Stressgefühl tatsächlich ist.
00:09:20: Das heißt zwei Menschen können in der exakt gleichen Situation sein und die eine erlebt sie als anstrengend aber machbar, die andere erlebt sie als
00:09:27: überwältigend.".
00:09:29: Und ganz wichtig, das heißt jetzt nicht dass Stress reine Kopfsache ist und du dir einfach irgendwas einbilden sollst oder mantraartig irgendetwas vorbieten sollst.
00:09:38: Dann ist das Problem ja schon gelöst.
00:09:40: was ich nur damit sagen will dass stress kein rein körperliche Kiste ist sondern dass durchaus auch unsere bewertung der situation damit reinspielen und es heißt eben auch dass wir mehr Einfluss haben als wir vielleicht manchmal denken.
00:09:53: dazu werden wir uns in teil zwei aber noch ein bisschen mehr anschauen Aber erst noch mal einen kleinen Schritt zurück.
00:09:59: Bevor wir über die Veränderung sprechen können, müssen wir überhaupt erstmal wahrnehmen was gerade jetzt eigentlich los ist und genau das ist der nächste Punkt.
00:10:06: Lass uns jetzt erstmal über Frühwarnsignale sprechen!
00:10:09: Und dafür ist es wichtig zu wissen Überlastungen kommt ja selten von heute auf morgen.
00:10:15: Das heißt sie kündigt sich an.
00:10:17: Sie zeigt sich in vielen kleinen Signalen, die wir oft erst im Nachhinein erkennen Wenn wir zurückschauen und denken, das hätte ich aber auch schon früher sehen können.
00:10:25: Das Problem ist dabei manchmal es vermeintlich deutlich einfacher oder in Anführungsstrichen besser diese Signale zu ignorieren.
00:10:33: Warum?
00:10:34: Weil sie möglicherweise so gar nicht zu unserem Selbstbild passen!
00:10:38: Wir sind doch als Inhaberin, die den Überblick behalten.
00:10:42: Die belastbar sind oder sein müssen!
00:10:45: Die Praxis läuft doch – das Team schaut auf uns.
00:10:48: Das fühlt sich nicht gut an, sich selbst vermeintliche Schwächen einzugestehen oder Unterstützung
00:10:54: einzufordern.".
00:10:55: Ich möchte dir aber noch eine andere Perspektive anbieten….
00:10:58: was wenn diese Signale gar keine Zeichen von Schwäche sind?
00:11:02: Sondern ganz sachlich Informationen ….
00:11:06: Und diese Informationen zu kennen und ernstzunehmen, das ist womöglich eines der klügsten Dinge die du für dich und deine Praxis tun kannst.
00:11:15: Also wenn wir über Frühwarnsignale von Belastung und Stress sprechen wie zeigen sich dieser Signale jetzt ganz konkret?
00:11:22: Lass uns da mal unterscheiden zwischen verschiedenen Ebenen!
00:11:26: Wir starten mal mit der Ebene im Kopf.
00:11:28: ja also was merkst Du im Kopf wenn Belastungen und Stress zu viel werden?
00:11:34: Vielleicht merkst du, dass du dich schlechter konzentrieren kannst als sonst.
00:11:37: Die Gedanken springen von einem Punkt zum nächsten.
00:11:40: Du kannst dich schlecht fokussieren.
00:11:42: Dieses Kneul im Kopf wird immer größer.
00:11:44: es ist schwierig da so den Anfang zu finden.
00:11:47: Du nimmst dir etwas vor vergisst es kurz darauf wieder oder du kannst gedanklich einfach nicht abschalten auch wenn du eigentlich Pause machst.
00:11:55: das heißt du machst vielleicht sogar eine Mittagspause oder du hast ja eigentlich Feierabend aber die Gedanken drehen sich immer weiter und sind eigentlich permanent bei Praxistemen.
00:12:07: Das wären so Frühsignale im Kopf mental, wo du schon mal schauen kannst wie sind die gerade bei dir?
00:12:15: Kennst du sowas aus der Vergangenheit?
00:12:17: Erstmal nur als kleine Selbstvernehmung.
00:12:21: Die nächste Ebene, die wir uns anschauen können ist dann die emotionale Ebene.
00:12:25: Wenn wir emotional sehr belastet und gestresst sind Dann kann es sich zum Beispiel äußern in schneller gereizt sein.
00:12:33: Du wirst vielleicht schneller gereitzt als sonst, fährst schneller aus der Haut bei Dingen die dich eigentlich früher gar nicht so aufgeregt hätten oder du merkst dass du dich irgendwie flacher fühlst ja also von der ganzen Emotionalität her weniger Freude hast, weniger Begeisterung für Themen empfindest.
00:12:50: So eine gewisse Gleichgültigkeit vielleicht auch ein Gefühl zu versagen obwohl du eigentlich gute Arbeit machst.
00:12:57: Das sind alles so emotionale Anzeichen, Vornbelastung und Stress.
00:13:01: Frühwarnsignale wenn es dazu viel werden kann.
00:13:04: Dann haben wir die körperliche Ebene.
00:13:06: das kann sowas sein wie Kopfschmerzen Verspannungen im Nacken oder in den Schultern Aber auch Dinge wie schlechter Schlaf.
00:13:13: Entweder kannst du nicht einschlafen Oder du schläfst durch aber wachst trotzdem müde auf das heißt der Schlaf war nicht wirklich erholsam.
00:13:20: Vielleicht gibt es auch dieses Gefühl von Engel in der Brust, wenn du an die Woche vor dir denkst.
00:13:24: Magenbeschwerden, Bauchschmerzen, Magenschleimhaut und Zündungen – alles Frühwandsignale, die von einem hohen Maß an Belastung und Stress sprechen können.
00:13:33: Und dann haben wir noch die Verhaltensebene?
00:13:36: Vielleicht merkst Du sowas dass Du Dich weniger bewegst als sonst, obwohl Du eigentlich weißt das es Dir gut tun würde.
00:13:42: dieser gemeine innere Konflikt zwischen ich müsste ja eigentlich aber Vielleicht ist du unregelmäßiger, weil du gestresst bist.
00:13:49: Du ziehst dich vielleicht zurück von Freunden und Aktivitäten, weil dir alles zu viel ist.
00:13:53: Und das sind Aktivität, die dir eigentlich Freude machen würden oder auch in der Vergangenheit gemacht haben.
00:13:59: Oder du merkst, dass du mehr Kaffee brauchst, mehr Zucker ... Also solche Cravings hast nach zuckerhaltigen Dingen oder überhaupt ja mehr von dem was dir kurzfristig Energie gibt.
00:14:13: Wir haben also die Ebene im Kopf Emotional, im Körper und im Verhalten.
00:14:20: Und ich lade dich ein kurz mal bei dir selbst nachzuschauen nicht mit dem Ziel der jetzt Sorgen zu machen sondern einfach mit einem ehrlichen Blick welche dieser Signale erkennst du?
00:14:30: Bei dir vielleicht gerade Jetzt oder auch Welche kennste aus der Vergangenheit?
00:14:38: Natürlich kannst Du Dich auch so was fragen.
00:14:40: Welche Signale habe Ich schon Mal Beiner Kollegin eventuell wahrgenommen Oder noch weiter gedacht bei einer Freundin, einem Familienmitglied.
00:14:50: Geht ja erst mal um so eine Sensibilisierung für Frühwarnsignale von Belastung und Stressen.
00:14:55: Da kannst du natürlich bei dir selbst schauen aber auch bei anderen Mal versuchen zu analysieren was du da so wahrnimmst.
00:15:01: Wenn du möchtest kannst du jetzt auch kurz auf Pause drücken den Moment Zeit nehmen dem paar Notizen machen Und dann einfach wieder auf Play drücken wenn du fertig bist So und wenn du jetzt wieder da bist.
00:15:10: die gute Nachricht bei all dem ist dass wir bei diesen Dingen nicht einfach Zaungäste sind, die diesem Prozess jetzt komplett ausgeliefert sind.
00:15:20: Wir können dagegen im Sinne der Prävention und der Früherkennung und dem Gegenlenken können wir etwas tun – das fängt damit an, nicht nur auf diese Belastungen zu schauen sondern auch auf das was uns trägt!
00:15:34: Das heißt, ich möchte dich jetzt erst mal dazu einladen nachdem wir auf diese Stress- und Belastungsthemen geschaut haben.
00:15:40: Jetzt mal so auf die andere Seite zu schauen Denn wenn wir über Stress sprechen, denken wir ja fast immer sofort daran was wir los werden wollen Ja also welche Aufgaben wir abgeben könnten Was wir reduzieren möchten Welche Belastungen wir aus dem Weg räumen könnten.
00:15:56: Weniger weniger weniger davon habe ich kein Lust mehr drauf.
00:15:59: So Und klar das ist wichtig das gehört dazu.
00:16:03: Gleichzeitig gibt es eine zweite Seite, die wir dabei oft ganz vergessen.
00:16:07: Unsere Ressourcen!
00:16:08: Und das ist fast mittlerweile so ein abgedroschenes Wort.
00:16:11: So ja ... Wir müssen unsere Ressoursen kennen.
00:16:14: Ich versuche nur mal zu erklären warum das tatsächlich so wichtig ist.
00:16:18: Bei den Ressursen geht es um all die Dinge, die uns Kraft geben all die Dinge, die uns auch durch schwierige Zeiten tragen.
00:16:25: All die Dinge ,die uns helfen mit den Anforderungen, die nun mal einfach Realität sind als Führungskraft einer Therapiepraxis gesund umzugehen und einen gesunden Umgang damit zu finden was an Anforderung auf uns einpasset.
00:16:38: und dafür sind unsere Ressourcen einfach ultra wichtig!
00:16:42: Und Ressoursen können ganz unterschiedlich aussehen.
00:16:45: das kann zum Beispiel die eine Kollegin sein mit der du dich wirklich gut austauschen kannst.
00:16:49: Das kann auch eine Teamsitzung sein, die nicht nur sachlich ist sondern auch auf menschlicher Ebene total gut funktioniert.
00:16:56: Das können aber auch ein Feierabendritual sein dieser einen Spaziergang mit deinem Hund der dir hilft den Tag abzuschließen und eine gesunde Grenze zu ziehen.
00:17:05: das kann aber auch strukturell sein also zum Beispiel Klarheit in deinen Abläufen in der Praxis so dass du nicht alles über deinen Tisch gehen lassen musst und nicht alles selbst entscheiden musst.
00:17:15: Ja, also das alles können Ressourcen sein.
00:17:18: Und manchmal wird das eben so ein bisschen ... hab ich das Gefühl mittlerweile so belächelt zu ja wir müssen unsere Ressoucen kennen!
00:17:24: Wir müssen wissen hey ich habe gute Freunde die mir beistehen und Ich kann verstehen dass das dann manchmal so ein bißchen weich daherkommt oder auch sowas wie Die Dankbarkeit für diese kleinen Momente wenn ich da mein Kaffee genieße.
00:17:40: Ja soll das denn jetzt eine Ressource sein?
00:17:43: Ich hoffe, du verstehst so ungefähr wie ich das meine.
00:17:46: Es wird mittlerweile ein bisschen so lapidar dargestellt als wäre das alles nicht so wertvoll.
00:17:52: und wie gesagt, ich möchte dich dazu einladen, geh mal auf diese Schatzsuche und schau nicht nur danach was nervt dich, was mit so loswerden?
00:18:00: welche Faktoren sind gerade extrem anstrengend?
00:18:03: Das ist sehr wichtig da hinzuschauen und gleichzeitig eben auch Was ist das, was dich grade im Alltag trägt, was gelingt was dir gut tut.
00:18:12: Und selbst wenn du jetzt aktuell das Gefühl hast, dass du sehr, sehr belastet bist wird es sicherlich – da bin ich mir ganz, ganz sicher – Dinge geben die dich zumindest für kleine Momente entlasten und die dir gut tun.
00:18:25: Also, wenn wir jetzt nochmal auf die Inhalte dieser heutigen ersten Folge schauen.
00:18:29: dann sind jetzt noch mal ganz konkret meine Fragen an dich.
00:18:32: Welche dieser Belastungen von denen ich am Anfang erzählt habe also diesen Anforderung im Praxisallentag welche davon Erkennst du aus deinem Alltag, welche sind für dich wirklich so sehr prägnant?
00:18:44: Welche Belastung bemerkst du da.
00:18:47: Und dann auch die Frage, welche Frühwarnsignale kennst du bei dir aktuell oder eben auch aus der Vergangenheit?
00:18:54: Auf welchen Ebenen sind diese Frühwarrnsignale zu verorten und was sind deine Ressourcen?
00:19:00: Was gibt dir Kraft?
00:19:01: mit welchen Strategien kommst du gut durch deinen Alltag?
00:19:04: Was gib dir Energie?
00:19:06: Ja und ich hoffe, dass du aus diesen Impulsen schon ein paar hilfreiche Erkenntnisse mitnehmen konntest.
00:19:12: Die wir dann wunderbar dafür nutzen können wenn wir in zwei Wochen weiter in das Thema eintaren und vor allem auch schauen was du ganz konkret tun kannst um aus der Belastung immer häufiger eine Entlastung zu machen.
00:19:24: Also ein kleiner Ausblick auf Teil zwei in Teil zwei der Doppelfolge.
00:19:27: Wie gesagt, die erscheint in zwei Wochen geht es dann weiter mit dem Thema Stress und Belastung.
00:19:32: Wir sprechen unter anderem darüber welche inneren Antreiber uns als Führungskräfte besonders anfällig für Stress machen und wir schauen gemeinsam was du konkret tun kannst um aus der Belastungen eben immer häufiger eine Entlastung zu machen.
00:19:46: Damit du diesen zweiten Teil nicht verpasst kann so den Podcast gerne abonnieren.
00:19:49: Bei Spotify geht das zum Beispiel mit dieser kleinen Glocke, kannst du einfach drauf drücken und dann bekommst Du direkt eine Benachrichtigung wenn die neue Folge online ist.
00:19:58: So, und jetzt noch ein Hinweis in eigener Sache bevor wir zum Schluss kommen.
00:20:01: Nächste Woche am Donnerstag dem siebten, fünften, zweitausend, sechsundzwanzig findet die Therapiepause Inspo-Session statt.
00:20:09: Und zwar mit dem Thema voller Terminplan Lehrer Akku!
00:20:13: Das passt also auch wunderbar zu unserem heutigen Thema diesen ganzen Thema Stressbelastung Entlastung.
00:20:19: Wenn du also Lust hast auf Inspirationen und Ideen zu diesem Thema dann komm gerne noch mit dazu.
00:20:25: Die Inspo Session ist ein Live Webinar bei Zoom dauert sechzig Minuten und ist für dich als Praxisinhaber oder Praxisenhaberin komplett kostenlos.
00:20:34: Das heißt, du kannst dich einfach über den Link hier unten in den Show Notes anmelden, bekommst dann alle Infos und den Zoom-Link zugeschickt und alle Info findest du auch auf www.therapiepause.de.
00:20:45: slash inspo minus session.
00:20:48: Ich freue mich sehr, dich dort zu sehen!
00:20:50: So das war's jetzt erstmal für heute.
00:20:52: ich hoffe wie gesagt Du konntest ein paar hilfreiche Impulse für Dich mitnehmen.
00:20:56: Wir hören uns.
00:20:57: In zwei Wochen wieder und bis dahin, mach's gut in deiner Therapiepause!
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