#45 Mitarbeitergespräche in der Therapiepraxis neu gedacht: Von der Pflichtübung zum echten Austausch (Teil 1)

Shownotes

In dieser Folge spreche ich darüber, warum Mitarbeitergespräche in vielen Praxen selten oder nur mit Bauchschmerzen stattfinden – und was das mit unserem Bild von diesen Gesprächen zu tun hat. Wir schauen uns an, welche Hürden dich vielleicht davon abhalten, diese Gespräche entspannt und regelmäßig zu führen. Du bekommst Impulse, warum Mitarbeitergespräche gerade in unsicheren Zeiten echte Resilienz-Booster für dein Team sein können – und warum es sich lohnt, das klassische Bild vom jährlichen Bewertungsgespräch aufzubrechen.

👉 Das hier ist Teil 1 einer Doppelfolge. In Teil 2 geht es dann um die konkrete Umsetzung: Welche Stellschrauben du drehen kannst, wie du dich vorbereitest und wie du auch mit heiklen Momenten souverän umgehst.

Viel Spaß in deiner THERAPIEPAUSE!

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Transkript anzeigen

00:00:14: Hi und herzlich willkommen in deiner Therapie Pause, dem Podcast rund um die Themen New Work, Resilienz und Innovation für deine Therapie Praxis.

00:00:23: Mein Name ist Ina.

00:00:24: ich bin Logopädin, systemischer Coach und systemische Organisationsentwicklerin.

00:00:30: Im Therapiepause-Podcast erfährst du wie du deine Praxis mit gesunden Strukturen und innovativen Ideen fit für die Zukunft machst Für noch mehr Klarheit Flexibilität und Gesundheit für dich und dein Team, für deine zukunftsfähige Therapiepraxis.

00:00:47: Und jetzt geht's auch schon los!

00:00:48: Ganz viel Spaß in deiner heutigen Therapiepause.

00:01:01: Und damit hallo und herzlich willkommen in deine Therapiepause.

00:01:04: Schön dass du heute wieder mit dabei bist.

00:01:06: Heute starten wir in eine Doppelfolge zu einem Thema das meiner Erfahrung nach in vielen Praxen irgendwie so ein bisschen mitschwingt aber oft nicht wirklich zur allgemeinen Zufriedenheit gelöst wird Und zwar geht es um das Thema Mitarbeitergespräche.

00:01:23: Nach dem Start in dieses neue Jahr höre ich ehrlicherweise von vielen Praxisinhaberinnen im Coaching, dass jetzt wieder Mitarbeitergespreche anstehen und interessanter Weise höre Ich dabei ganz unterschiedliche Töne.

00:01:35: die einen sagen ja das machen wir aber irgendwie fühlt sich das immer etwas steif an.

00:01:40: andere sagen ehrlich gesagt Ina habe ich das schon lange nicht mehr gemacht weil ich gar nicht so richtig weiß wie Und wie.

00:01:48: der andere fragen sich, brauchen wir das überhaupt?

00:01:51: Wir reden doch eh jeden Tag miteinander.

00:01:54: Also falls du dich in einem dieser Gedanken wieder findest dann bist du in dieser Doppelfolge zum Thema Mitarbeitergespräche genau richtig!

00:02:01: In dieser ersten Folge schauen wir uns an was Mitarbeitergespreche überhaupt sind und was sie zb von eurer Teamsitzung unterscheidet.

00:02:09: Dann schauen wir uns an, warum Mitarbeitergespräche für viele Inhaber und Inhaberin von Therapiepraxen nicht gerade zu den Lieblingsaufgaben gehören.

00:02:18: Und wir gucken da drauf was das Ganze mit Resilienz- und gesunden Strukturen zu tun hat.

00:02:24: In Teil zwei der dann in zwei Wochen erscheint geht es dann richtig ans eingemachte.

00:02:30: Da schauen wir dann darauf wie Du Gespräche konkret gestaltet ist die sich für beide Seiten gut anfühlen und vor allem auch welches Stellschrauben du drehen kannst um Mitarbeitergespräche in deiner Praxis so zu verändern, dass alle beteiligten sich darin wohlfühlen.

00:02:45: Wir gucken dann auch da drauf wie andere Praxisinhaber und Praxisenhaberin ihre Gespräche so umgestaltet haben, das sie endlich dahinterstehen!

00:02:53: Also, lasst uns erstmal loslegen für heute.

00:02:55: Bevor wir inhaltlich einsteigen lade ich dich kurz zu einem kleinen Gedankenexperiment ein – also mal Hand aufs Herz.

00:03:03: Wie geht es dir wenn du an das Thema Mitarbeitergespreche denkst?

00:03:07: Bist du da eher vorfreudig oder eher angespannt?

00:03:12: Fühlst du dich sicher in diesen Gesprächen, oder eher unsicher?

00:03:17: Hast Du Klarheit darüber was du in diesem Gespräch eigentlich erreichen möchtest.

00:03:21: Oder ist das eher so ein Diffusis?

00:03:24: Ach wir müssten mal wieder!

00:03:26: Nimm dir mal einen kleinen Moment Zeit um diesen Gedanken mal nachzugehen Und du kannst das Ganze auch mal umdrehen.

00:03:34: Denk mal an die Mitarbeitergespräche, an denen du selbst vielleicht in der Vergangenheit als Angestellte oder Angestelter schon mal teilgenommen hast – vielleicht in deiner ersten Praxis, in der du gearbeitet hast nach dem Studium?

00:03:47: Vielleicht aber auch in der Ausbildung oder im Studium….

00:03:50: Welche Bilder entstehen da vor deinem inneren Auge?

00:03:54: welche Gefühle sind damit verbunden, wenn du dich mal daran erinnerst wie du bisher Mitarbeitergespräche aus der Rolle der Angestellten wahrgenommen hast.

00:04:05: Ich stelle diese Fragen ganz bewusst am Anfang weil unsere eigenen Erfahrungen oft prägen wie wir heute als Inhaberin an dieses Thema herangehen und manchmal schleppen wieder vielleicht unbewusst Bilder mit uns herum die gar nicht mehr zu uns und unserer Praxis passen.

00:04:23: aber dazu später mehr.

00:04:25: Lass uns jetzt erst mal klären, worüber wir eigentlich sprechen wenn wir über Mitarbeitergespräche sprechen.

00:04:31: Wenn ich von Mitarbeitergesprüchen rede dann meine ich ein im Voraus geplanten festem Zeitrahmen für einen eins zu eins Gespräch zwischen dir als Inhaber in und einer Person aus deinem Team.

00:04:46: Das kann natürlich eine Therapeutin oder ein Therapeut sein das kann aber auch eine Bürokraft- oder Praxismanagerin sein.

00:04:53: Und ganz wichtig Das ist natürlich etwas komplett anderes als eine Teamsitzung.

00:04:58: In der Teamsitzungen geht es ja häufig um Organisatorisches, vielleicht um die Warteliste, Terminplanung auch mal um eine Fallbesprechung oder die neuesten News wann die Fenster geputzt werden und wann die Weihnachtsfeier stattfindet.

00:05:12: Das hat alles seine Berechtigung aber ich denke schon logisch dass das kaum Raum für den individuellen Austausch mit einer einzelnen Person bietet.

00:05:22: Im Mitarbeitergespräch geht es um diese eine Person.

00:05:25: Um ihre Situation, ihre Entwicklung, ihre Bedürfnisse, ihre Zufriedenheit und auch um deine Perspektive als Inhaber oder Inhaberin.

00:05:34: Was nimmst du wahr?

00:05:35: Was läuft gut?

00:05:36: Wo siehst Du vielleicht Entwicklungspotenzial?

00:05:39: Im Kern geht es also darum einen geschützten Rahmen zu schaffen für echten Austausch zwischen zwei Personen – in dem Fall dir als Chefin oder Chef und einer Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter.

00:05:52: Und jetzt schauen wir doch mal auf die Frage, warum finden denn solche Mitarbeiter Gespräche gar nicht so oft statt?

00:05:58: So ist zumindest mein Eindruck.

00:06:01: dass da, was die Frequenz und die Regelmäßigkeit angeht auf jeden Fall noch Luft nach oben ist.

00:06:07: Und es vor allem große Unterschiede gibt!

00:06:09: Es gibt natürlich Praxen, die das sehr regelmäßig machen.

00:06:13: heißt jetzt aber übrigens nicht, dass die Personen, die dann diese Gespräche führen sich auch super gut in diesen Gesprächen führen und das irgendwie zufriedenstellend ist.

00:06:21: also du merkst schon das kann auch an unterschiedlichen Ecken haken ganz ehrlich obwohl Die meisten Inhaber und Inhaberen wissen, dass diese Gespräche ja irgendwie wichtig sind.

00:06:32: Ist mein Eindruck finden sie in vielen Praxen trotzdem nicht wirklich statt oder eben nur unregelmäßig oder mit einem unguten Gefühl.

00:06:40: also woran liegt das?

00:06:41: Ich teile mal ein paar Gründe mit dir die mir im Coaching immer wieder begegnen.

00:06:45: natürlich keine Garantie dass diese Liste jetzt vollständig ist aber vielleicht erkennst du dich ja in dem einen oder anderen Punkt wider.

00:06:52: Grund Nummer eins der Klassiker Der Zeitmangel.

00:06:56: Und das ist natürlich wirklich der Klassiker, denn der Praxisalltag ist eh schon so voll!

00:07:01: Die Terminkalender platzen teilweise aus allen Nähten die Warteliste weg und dann soll ich mir jetzt auch noch Zeit nehmen für Einzelgespräche mit jedem Teammitglied.

00:07:09: Und je größer mein Team ist, desto mehr könnte ich ja womöglich denken Puh da fehlt mir schlichtweg die Zeit für.

00:07:17: Das klingt erst mal nach einem weiteren Zeitfresser auf der ohnehin langen To-Do Liste.

00:07:23: Grund Nummer zwei Die Unsicherheit.

00:07:26: Viele Inhaberinnen fühlen sich in diesen Gesprächen scheinbar nicht wirklich sicher?

00:07:31: Sie fragen sich dann zum Beispiel, was sage ich denn eigentlich am Anfang?

00:07:34: Wie steige ich gepoppt in das Gespräch ein?

00:07:37: Wie gebe ich Feedback ohne dass es irgendwie komisch wird?

00:07:40: Was mache ich wenn die Mitarbeiterin etwas anspricht worauf ich nicht atokne Antwort habe?

00:07:45: und überhaupt wie führt man so ein Gespräch eigentlich richtig in Anführungsstrichen?

00:07:50: Diese Unsicherkeit kann natürlich dazu führen Naja, das Ganze vielleicht so ein bisschen auf die lange Bank schiebe.

00:07:57: Grund Nummer drei – Die Sorge vor der Gehaltsfrage!

00:08:00: Es ist tatsächlich eine Sache, die ich immer wieder mitbekomme.

00:08:03: Das höre ich wirklich oft.

00:08:04: Ina, ich habe ehrlicherweise keine Lust auf Mitarbeitergespräche denn in den letzten Jahren ist mir aufgefallen am Ende kommt eh nur die Frage nach mehr Gehalt und da kann Nicht jedes Jahr irgendwie riesige Sprünge machen.

00:08:18: Ich meine, das wissen wir alle, dass es teilweise wirklich schwierig ist da Perspektiven zu bieten und diese Sorge vor dieser Gehaltsfrage führt scheinbar bei manchen dazu, dass sie die Gespräche lieber ganz vermeiden.

00:08:34: Und da steht tatsächlich dann so die Frage im Zentrum wie gehe ich denn damit um wenn ich meiner Mitarbeiterinnen oder mein Mitarbeiter etwas rückmelden möchte?

00:08:42: zum Beispiel etwas aus meiner Sicht nicht so gut läuft.

00:08:45: Wie mache ich das denn dann?

00:08:47: Und da geht es also gar nicht um die Angst davor, selber negatives Feedback zu bekommen sondern dieses zu äußern.

00:08:53: und da werden vielleicht solche Sandwich-Techniken angewandt wo ich erst ein Kompliment äußere und dann irgendwie die Kritik in die Mitte baue und am Ende wieder mit einem Komplimentende.

00:09:05: aber irgendwie am Ende fühlt sich nicht alles wirklich so stimmig an.

00:09:09: Viele Inhaber und Inhaberin scheuen diesen Moment.

00:09:12: Und sie wollen ja schließlich auch niemand verletzen, sie wollen nicht das schlechte Stimmung erzeugt.

00:09:17: also halten Sie sich lieber zurück oder vermeiden das Gespräch ganz.

00:09:22: Auch noch eine kleine Randnotiz.

00:09:23: dann kommt auch gerade so im letzten Jahr ist mir das aufgefallen immer wieder der Gedanke auf ich kann es mir gefühlt nicht erlauben auch zu viel negatives Feedback zu geben weil ich Angst habe dass die Leute kündigen und ich niemals neues finde.

00:09:38: Vielleicht findest du dich auch in diesem Gedanken wieder.

00:09:41: Dann kommen wir zur Grundnummer fünf, das Gefühl dass dieses Gespräch gekünstelt wirkt.

00:09:47: Das ist ein spannender Punkt Denn manche Inhaber oder Inhaberin sagen mir Ina Wir sind doch eine kleine Praxis Come on ja!

00:09:54: Wir reden ja eh jeden Tag miteinander.

00:09:56: Warum soll ich denn jetzt so'n formelles Gespräch noch fühlen?

00:09:59: Das fühlt sich einfach total aufgesetzt an Und vielleicht ist schon irgendwie klar was der Sinn und Zweck hinter so einem Gespräch sein könnte.

00:10:06: Aber es fühlt unnatürlich an, so einen Termin zu machen und dann sitzt man sich so ganz formell gegenüber.

00:10:14: Es hat vielleicht auch so ein Hauch von Hierarchie die da auf einmal mit im Raum ist obwohl wir uns doch eigentlich immer sehr auf Augenhöhe begegnen.

00:10:23: ja du kannst ja schon mal nachspüren in welchen dieser Punkte du dich vielleicht wieder findest ob es sogar mehrere Matches gab.

00:10:32: wie gesagt diese Gründe warum Mitarbeitergespräche häufig nicht stattfinden.

00:10:36: Das ist jetzt immer eine kleine Auswahl aus meiner Erfahrungswelt mit meinen Coaches, es können natürlich auch noch viele weitere Punkte sein die zum Beispiel auch dich in dem Fall aufhalten.

00:10:47: Und was ich auf jeden Fall sagen möchte, wenn du dich jetzt an einem dieser Punkte wiedererkennst dann ja ist das absolut okay.

00:10:53: Diese Gedanken sind absolut nachvollziehbar und sie zeigen vor allem eins dass das klassische Bild von Mitarbeitergesprächen für viele Therapiepraxen einfach nicht wirklich passt und da wollen wir natürlich uns auch in diesen Folgen mit beschäftigen.

00:11:10: Vorher möchte ich aber noch auf einen Punkt eingehen, der mir besonders wichtig ist.

00:11:15: Was haben Mitarbeitergespräche denn eigentlich mit Resilienz zu tun?

00:11:19: Du weißt ja, ich finde, Resilient ist ein so-so wichtiges Thema in Therapiepraxen.

00:11:23: Das kann ich gar nicht oft genug sagen!

00:11:25: Und gerade in unsicherer Zeiten und damit meine ich jetzt nicht nur weltpolitische Unsicherheiten sondern auch Phasen, in denen in deiner Praxis vielleicht viel los ist.

00:11:34: Vielleicht stehen Veränderungen an einen Umzug?

00:11:37: Vielleicht hat jemand gekündigt oder jemand Neues kommt ins Team ... Oder du renovierst parallel... Ein Haus oder Saniers das und hast weniger Kapazitäten, was auch immer.

00:11:50: In all solchen Phasen des Umbruchs oder der Unruhe neigen Menschen in Unternehmen häufig eher dazu, in der Kommunikation

00:11:57: zurückzufahren.".

00:12:00: Das ist tatsächlich ganz interessant!

00:12:02: Immer dann wenn viel los ist konzentrieren wir uns eher auf das Wesentliche ja?

00:12:07: Also das wesentliche ist dann oft okay.

00:12:09: Therapien durchführen, Abrechnungen machen den Daten irgendwie am Laufen halten Und was jetzt so scheinbar drumherum ist, also die transparente Kommunikation.

00:12:19: Schauen wie es beim Team gerade geht, Bedürfnisse einfangen und sowas Gespräche führen... Das landet dann tatsächlich manchmal auf der Nice to Help-Liste.

00:12:28: Und wenn wir uns bewusst machen, dass in Therapiepraxen eigentlich immer irgendwas los ist?

00:12:32: Also selbst wenn es jetzt kein Wasserrohrbruch oder neues Abrechnungsprogramm ist, gibt das ja häufig irgendwelche anderen Themen die gerade auf dem Plan stehen.

00:12:42: Das heißt, wir können uns vielleicht auch eh schon von dem Gedanken verabschieden, dass es irgendwann mal so eine ruhige Phase gibt!

00:12:48: Es gibt immer was zu tun und die To-do Liste... ...das ist ja auch sowas, was wir zu akzeptieren lernen dass die halt eh sehr selten vielleicht sogar auch nie wirklich komplett abgearbeitet ist.

00:12:59: Und was ich damit sagen möchte, wenn eben die Kommunikation in solchen Phasen abnimmt dann ist das Problem dabei genau in diesen unsicheren Zeiten brauchen Menschen aber Orientierung und in dem Falle braucht dein Team Orientierung.

00:13:16: Dein Team braucht in solchen phasen das Gefühl gesehen zu werden Dein Team braucht einen Raum, in dem sie sagen können hey mir geht es gerade so oder so.

00:13:24: Ich brauche das oder

00:13:25: das.".

00:13:26: Was jetzt ja nicht heißt dass du direkt am nächsten Morgen da stehst und dieses Problem löst?

00:13:31: Das wäre noch mal ein anderes Thema.

00:13:32: aber ich glaube es wird klar Kommunikation und Mitarbeitergespräche können eben genau dieser kommunikative Raum sein die sorgen dafür dass du den Draht zu deinem team behältest Dass du mitbekommst wenn etwas brodelt vor sich jetzt zu einem größeren problem aufbauscht dass deine Mitarbeitenden sich getragen und wahrgenommen fühlen, auch wenn drum herum vielleicht gerade viel Trubel ist.

00:13:55: Und das ist eben auch Reserienz auf Team-Ebene eine Struktur die auch dann trägt, wenn es mal wackelig drumherum wird Ja?

00:14:03: Also Reserience ist ja so die Fähigkeit sich in Krisenzeiten, Herausforderungen gut dadurch zu manövrieren letztlich nach einer Herausforderung wieder gut auf die Beine zu kommen Ressourcen zu nutzen, um diese Zeit zu meistern.

00:14:19: Und man kann tatsächlich sagen es gibt natürlich immer Phasen die extrem sind aber es gibt eben auch so den ganz normalen Alltag, den ganzen normalen Wahnsinn in einer Therapiepraxis.

00:14:30: und auch da ist Resilienz eine Superpower für Teams, um da eben gesund und als gestärktes Team durchzukommen.

00:14:38: Und Kommunikation in Mitarbeitergesprächen ist eben dafür ein ganz, ganz wichtiges Tool um den Draht zu behalten zu deinem Team.

00:14:47: Und klar ich kann total nachvollziehen das klingt jetzt vielleicht erstmal noch mehr Aufwand aber ich bin wirklich fest davon überzeugt die Zeit die du in regelmäßige Gespräche investierst die sparst du am Ende mehrfach wieder ein Weil zum Beispiel weniger Missverständnisse entstehen, weil Themen früher geklärt werden und nicht erst auf die lange Bank geschoben werden.

00:15:09: Weil Menschen, die sich gesehen fühlen auch motivierter und zufriedener sind – und im Idealfall auch länger in deiner Praxis arbeiten!

00:15:18: Also dies ist schon da eine ganze Menge drin in diesem Thema.

00:15:21: Und damit kommen wir jetzt noch zu einem anderen ganz entscheidenden Punkt dem Bild das wir von Mitarbeitergesprächen im Kopf haben.

00:15:28: Viele von uns sind mit einer bestimmten Vorstellung groß geworden.

00:15:32: Groß geworden oder sozialisiert worden, vielleicht auch in unserem beruflichen Wertegang.

00:15:37: Mitarbeitergespräche das ist so.

00:15:39: dieser Termin einmal im Jahr ein bis zwei Stunden da gibt es Fragebögen zur Vorbereitung dann werden Bewertungen verglichen Ziele vereinbart und am Ende wird irgendwie einen Score ermittelt und man geht auseinander und hatte im Idealfall klar, was man bis zum nächsten Gespräch in einem Jahr erreichen möchte.

00:15:59: Und mein Eindruck ist eben, dass dieses Bild für viele Therapiepraxen einfach nicht so wirklich passt!

00:16:04: Eine Praxis isst ja nun mal kein Konzern mit zwanzig Abteilungen oder einer Personalabteilung die standardisierte Bewertungsbögen verschickt – Die Arbeit in Therapiepraxen findet oft viel mehr auf Augenhöhe statt.

00:16:17: Es gibt meistens keine extremes Hierarchie-Gefälle Und dieses Formelle jetzt bewerten würde ich mal.

00:16:24: Setting, das fühlt sich dann eben auch oft gekünstelt an und genau deshalb möchte ich dich auch durch diese zwei Folgen einmal dazu einladen, dieses ja vielleicht doch etwas altbackende Bild mal etwas aufzubrechen.

00:16:36: Denn wenn ich mit Inhabern und Inhaberinnen darüber spreche was sie sich eigentlich von diesen Gesprächen wünschen Dann höre ich meistens nicht Ich will meine Mitarbeiterin bewerten, wie in der Schule.

00:16:47: Sondern ich höre eher Dinge wie ... Ich möchte einen professionellen Rahmen haben um eine Rückmeldung zu geben auch vielleicht Kleinigkeiten oder größere Dinge bei denen es hakt.

00:17:09: Das heißt das ist ein komplett anderer Fokus.

00:17:12: Da geht es nicht um Bewertung im Sinne von Schulnoten, da geht's um Verbindung, um Entwicklung und um echten Austausch.

00:17:19: Und wenn wir Mitarbeitergespräche aus dieser Perspektive denken, dann öffnen sich plötzlich ganz andere Möglichkeiten.

00:17:26: Denn dann darf das Gespräch auch kürzer sein?

00:17:30: Dann darf es häufiger stattfinden!

00:17:32: Dann darf man einem anderen Ort sein, dann darf es auch mal informeller ablaufen.

00:17:36: Ja schonmal kleiner Teaser mehr dazu aber in Teil zwei.

00:17:40: Für heute möchte ich dir noch ein paar Reflektionsfragen mitgeben.

00:17:44: Nimm dir gerne einen Moment Zeit dafür, vielleicht jetzt direkt oder auch direkt nach der Folge und wenn du magst macht er auch ein paar Notizen dazu!

00:17:53: Meine erste Frage – wenn du mal ganz ehrlich zu dir bist?

00:17:57: Was hält dich aktuell am meisten davon ab regelmäßige Mitarbeitergespräche zu führen?

00:18:04: Es ist die Zeit, die Unsicherheit, die Sorge vor bestimmten Themen Oder ist es etwas ganz anderes?

00:18:12: Denk mal drüber nach.

00:18:15: Und wenn du an deine eigenen Erfahrungen als Angestellte zurückdenkst, falls du mal angestellt gearbeitet hast ... Was hättest du denn damals von deiner Chefin oder deinem Chef in solchen Gesprächen gewünscht?

00:18:28: Was hätte dir gut getan?

00:18:30: Was hat er aus deiner Sicht Sinn gemacht und was waren auch absolute No-Gos die du vielleicht schon erlebt hast in Mitarbeitergesprächen?

00:18:41: Denk mal zurück an deine Erfahrungen, die du schon gemacht hast.

00:18:46: Und Frage Nummer drei Wenn Du jetzt mal ganz frei träumen darfst Wie sieht denn dann ein Mitarbeitergespräch aus?

00:18:55: Auf das du dich freust oder denkst?

00:18:58: Ja Das hat richtig Sinn gemacht dass wir uns hier heute in diesem Rahmen auf diese Art und Weise getroffen haben.

00:19:05: Ich habe viele wertvolle Dinge erfahren.

00:19:07: ich hab mich gut gefühlt und sicher vorher drauf gefreut.

00:19:13: Und ich habe auch gemerkt und auch gehört, dass meine Mitarbeiterin sich auch darauf gefreut hat!

00:19:19: Auch die hat mir Rückgemeldet, dass sie mit einem guten Gefühl rausgeht und sich schon auf unser nächstes Gespräch freut.

00:19:26: Wie müsste denn ein Gespräch in deiner Praxis aussehen damit du in diesen idealen Zustand kommen könntest oder zumindest dich dem annähern könntest?

00:19:36: Was müsste ein Mitarbeitergespräch dafür

00:19:39: haben?!

00:19:41: Du kannst diese Fragen gerne auch mit in die nächsten Tage nehmen, denn in Teil zwei schauen wir uns dann an wie du genau solche Gespräche gestalten kannst.

00:19:51: Mit konkreten Ideen und natürlich auch Beispiel aus der Praxis!

00:19:56: Und deshalb jetzt noch mal bevor ich mich für heute verabschiede ein kurzer Ausblick auf Teil Zwei.

00:20:02: In Folge zwei teile ich mit dir, welche drei Stellschrauben andere Praxisinhaberinnen gedreht haben um ihre Mitarbeitergespräche komplett umzugestalten.

00:20:12: Und wir schauen uns auch an wie du dich auf diese Gespräche vorbereiten kannst und wie du auch heigtum Momente wie zum Beispiel diese Gehaltsfrage souverän meistern kannst.

00:20:22: Ich gebe dir konkrete Impulsfragen mit die echte Tiefe ins Gespräch bringen!

00:20:27: Damit du Teil zwei nicht verpasst, kannst du diesen Podcast gerne abonnieren.

00:20:31: Bei Spotify geht es zum Beispiel mit dieser kleinen Glocke auf die du drauf drücken kannst und da bekommst du dann direkt eine Benachrichtigung sobald die neue Folge online ist!

00:20:40: Und falls dir diese Folge gefallen hat, dann freue ich mich riesig über deine Unterstützung.

00:20:45: Am einfachsten geht das tatsächlich mit einer fünf Sterne Bewertung hier in deiner Podcast-App.

00:20:50: Das ist ganz simpel, diese Bewertungen hilft einfach dabei, dass noch mehr Praxisinhaberinnen die Therapiepause überhaupt finden!

00:20:58: Also wenn du mitmachst, ganz herzlichen Dank für deine Unterstützung und damit sind wir jetzt auch schon am Ende von Teil eins zum Thema Mitarbeitergespräche angekommen.

00:21:08: ich bin schon sehr gespannt was Du hier aus dieser Folge mitgenommen hast.

00:21:12: Ich hoffe, dass Du ein paar hilfreiche Impulse schon mitnehmen konntest und freue mich dann, wenn wir uns in zwei Wochen wieder hören und du wieder mit dabei bist.

00:21:21: Bis dahin, mach's gut!

00:21:22: Und bis bald in deiner Therapiepause.

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