#44 Gestresst in die Teamsitzung, gehetzt raus? Geht auch anders! Bonus: Guide "30 Fragen für entspannte Teamsitzungen"

Shownotes

In dieser Folge spreche ich darüber, wie Check-in und Check-out Runden deine Teamsitzungen verändern können. Wir schauen uns an, warum diese kurzen Runden am Anfang und Ende eurer Sitzungen so kraftvoll sind – und wie du sie in drei einfachen Schritten in deiner Praxis einführst. Du bekommst konkrete Impulse, wie dein Team wirklich ankommt (und bewusst rausgeht), statt einfach gehetzt von Termin zu Termin zu springen. Passend zur Folge habe ich für dich einen Quick-Guide mit 30 Fragen für entspannte Teamsitzungen erstellt – alle sortiert nach Zweck, plus einen 3-Schritte-Umsetzungsplan, damit du direkt loslegen kannst.

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Transkript anzeigen

00:00:14: Hi und herzlich willkommen in deiner Therapie Pause, dem Podcast rund um die Themen New Work, Resilienz und Innovation für deine Therapie Praxis.

00:00:23: Mein Name ist Ina, ich bin Logopädin, systemischer Coach und systemische Organisationsentwicklerin.

00:00:30: Im Therapie Pause Podcast erfährst du, wie du deine Praxis mit gesunden Strukturen und innovativen Ideen fit für die Zukunft machst.

00:00:38: Für noch mehr Klarheit, Flexibilität und Gesundheit für dich und dein Team, für deine zukunftsfähige Therapiepraxis.

00:00:47: Und jetzt geht's auch schon los.

00:00:48: Ganz viel Spaß in deiner heutigen Therapiepause.

00:01:00: Und damit hallo und herzlich willkommen in deiner Therapiepause.

00:01:03: Schön, dass du heute wieder mit dabei bist.

00:01:06: Vielleicht kennst du als Praxisinhaber oder Praxisinhaberin das ja auch.

00:01:10: Du sitzt in der Teamsitzung, bei dir in der Praxis, alle sind da, aber irgendwie fühlt es sich so an, als wären alle noch ganz woanders mit ihrem Kopf.

00:01:19: Da ist vielleicht die eine Kollegin, die hat gerade eine anstrengende Therapie hinter sich, die andere macht sich Sorgen um eine Patientin und du selbst vielleicht denkst du gerade noch an diese eine E-Mail, die du vor der Teamsitzung bekommen hast.

00:01:33: Na ja, und dann soll das jetzt aber schnell um Organisatorisches gehen, also vielleicht, um die Warteliste, um die neue Fortbildung.

00:01:40: Vielleicht habt ihr euch auch eine Fallbesprechung vorgenommen.

00:01:43: Das kann jetzt ganz schön herausfordernd sein, wenn eigentlich alle noch irgendwie so dazwischenhängen und noch gar nicht wirklich angekommen sind.

00:01:50: Und vielleicht kennst du das auch am Ende der Sitzung.

00:01:53: Dann ist es so zwei Minuten vor Ende und gedanklich sind einige schon direkt beim nächsten Thema.

00:01:58: Und sobald dann die Zeit vorbei ist, laufen alle schnell los zur nächsten Therapiesitzung oder ins Büro.

00:02:04: Einige sind auch schon vielleicht in Gedanken beim Feierabend und beim Einkauf später.

00:02:09: Ihr habt jetzt zwar die To-do-Liste abgearbeitet, aber es bleibt irgendwie dieses Gefühl, Das war ziemlich gehetzt.

00:02:16: Es gab zu Beginn nicht wirklich Zeit zum Ankommen.

00:02:19: Es gab nicht so einen klaren Fokus und es gab zum Abschluss auch nicht wirklich Zeit, um so eine Rundesache daraus zu machen, um die Teamsitzung gut abzuschließen.

00:02:29: Und in dieser Podcast-Folge heute sprechen wir darüber, wie du genau dieses Problem auflösen kannst, wie du also dafür sorgen kannst, dass ihr in euren Teamsitzungen einen klaren Einstieg und ein klares Ende findet.

00:02:42: Und zwar mit einer ganz einfachen Methode, die ich dir heute in dieser Podcast-Folge vorstelle.

00:02:47: Und wichtig schon mal, das ist jetzt kein stundenlanger Workshop, den du dafür durchlaufen musst mit deinem Team.

00:02:51: Es sind wirklich nur ein paar Minuten, die aber einen riesigen Unterschied machen können in der Sitzung.

00:02:56: Und weißt du, was das Beste ist?

00:02:57: Als kleines Goodie für diese Folge habe ich einen kleinen Quick Guide erstellt.

00:03:03: Also Quick Guide sagt der Name schon, damit du am Ende schnell umsetzen kannst und im Prinzip noch mal so alles schwarz auf weiß hast, was du dafür brauchst, um am Ende wirklich umzusetzen.

00:03:14: Und in diesem Quick Guide, da findest du dreißig konkrete Fragen für sogenannte Check-in- und Check-out Runden.

00:03:21: Es gibt einen Umsetzungsplan von mir und diese tolle PDF kostet dich nur null auf.

00:03:26: Also kein Cent.

00:03:28: Und du findest den Link zum Download unten in den Show Notes oder auch auf Therapiepause.de slash quick-guide.

00:03:37: Also, wenn du möchtest, kannst du dir die PDF jetzt einfach gleich direkt holen oder diese Folge erst mal zu Ende hören und dann holst du dir die Fragen einfach später, ganz wie es für dich passt.

00:03:48: Jetzt aber erst mal die Frage, was sind denn überhaupt Check-in und Check-out Runden?

00:03:52: Ein Check-In ist eine kurze Runde am Anfang der Teamsitzung, in der jede Person zum Beispiel kurz sagt, wie es hier gerade geht, was sie beschäftigt oder wie sie sich fühlt.

00:04:02: Das Wichtige dabei ist, dass das Ganze knapp und kurz und knackig im Prinzip passiert.

00:04:07: Vielleicht dreißig Sekunden pro Person, vielleicht auch etwas mehr, je nachdem natürlich auch, wie viel Zeit ihr habt und wie groß euer Team ist.

00:04:15: Das ist also schon mal ein ganz wichtiges Merkmal von diesen Check-In- und Check-Out-Runden.

00:04:19: Sie sind kurz und knackig.

00:04:21: Und ein Checkout ist dann genau das Gleiche am Ende der Sitzung.

00:04:24: Da geht es darum, die Sitzung nochmal zu reflektieren.

00:04:27: Zum Beispiel, was nehme ich mit?

00:04:29: Wie geht es mir jetzt?

00:04:30: Was brauche ich noch?

00:04:31: Ganz konkrete Fragen findest du wie gesagt in meinem Quick Guide.

00:04:35: Und wichtig, es geht jetzt hier nicht in diesen Runden nochmal ganz konkret um Arbeitsthemen.

00:04:40: Es geht jetzt nicht darum, nochmal schnell eine Aufgabe zu besprechen.

00:04:44: oder ja, es geht wirklich darum, wie geht es jetzt gerade der Person?

00:04:49: Es geht darum, was sie gerade bewegt.

00:04:51: Ich weiß jetzt nicht, wie das in deinen Ohren klingt.

00:04:53: Vielleicht erst mal ein bisschen weich, vielleicht auch unnötig, aber ich sage dir, das macht tatsächlich einen riesigen Unterschied.

00:05:00: Und ich möchte dir jetzt auch erklären, welche drei Dinge es vor allem sind, die Check-in- und Check-out-Runden bewirken.

00:05:08: Und das Ganze hat im Großen etwas mit gesunden Strukturen in deiner Praxis zu tun.

00:05:13: Erstens.

00:05:14: Solche Check-in- und Check-out-Runden, die schaffen psychologische Sicherheit.

00:05:19: Psychologische Sicherheit bedeutet, dass sich Menschen in einem Team sicher fühlen.

00:05:23: Sicher fühlen sie selbst zu sein, sicher fühlen Fehler zuzugeben, sicher fühlen Fragen zu stellen oder auch mal zu sagen, mir geht es gerade nicht so gut.

00:05:32: Oder natürlich auch, mir geht es gerade super.

00:05:35: Die amerikanische Forscherin Amy Edmondson hat das ganze Thema zur psychologischen Sicherheit mal näher untersucht und herausgefunden, Teams mit hoher psychologischer Sicherheit sind sogar innovativer, machen weniger Fehler und sind allgemein zufrieden in ihrer Arbeit.

00:05:53: Und ich meine, das ist natürlich auch etwas, das wir uns in der Praxis durchaus wünschen, oder?

00:05:58: Und check in und check out Runden schaffen genau das.

00:06:00: Sie signalisieren, hier ist Raum für dich als Person, nicht nur für deine Funktion als Therapeut oder Therapeuten.

00:06:07: Ein zweiter Effekt von diesen Runden ist, Check in und check out runden, reduzieren Stress und sorgen für Entlastung.

00:06:15: Wenn ich mit etwas Schwerem im Kopf in eine Sitzung reingehe und das nicht aussprechen kann, weil überhaupt gar kein Rahmen dafür da ist, kostet mich das unglaublich viel Energie trotzdem bei der Sache zu bleiben.

00:06:26: Ich kann fast gar nicht wirklich präsent sein, ich kann vielleicht nicht richtig zuhören und ich merke vielleicht auch gar nicht, was gerade besprochen wird.

00:06:33: Wenn ich aber kurz sagen kann, ich bin zum Beispiel gerade noch ziemlich aufgewühlt, weil die letzte Therapie sehr intensiv war, dann kann ich das in dem Moment ein Stück weit loslassen.

00:06:43: Es geht dann gar nicht darum, dass direkt eine Lösung gefunden werden muss, denn manchmal ist es einfach auch nur wichtig, dieses Thema zu platzieren und einen kleinen Ballast abzuwerfen.

00:06:53: Der Gedanke könnte dann sein, okay, mein Team weiß Bescheid, ich kann mich jetzt besser auf die Sitzung konzentrieren.

00:06:59: Ein dritter Effekt von diesen Check-in und Check-out-Runden.

00:07:02: Die stärken die Resilienz deines Teams.

00:07:05: Resilienz bedeutet ja, dass wir mit Herausforderungen und Belastungen gut umgehen können, ohne daran zugrunde zu gehen.

00:07:12: Und ich meine, Herausforderungen, Stressoren, die gibt's im Therapiealltag, im Praxisealltag, natürlich zuhauf.

00:07:17: Es gibt natürlich auch genauso viele Energie-Gehbau, hoffentlich.

00:07:21: Und gleichzeitig können Check-In und Check-Out-Runden dann so wie kleine Resilienzübungen fungieren.

00:07:27: Sie helfen uns zu merken, wie geht's mir denn eigentlich gerade?

00:07:31: Was brauche ich eigentlich gerade?

00:07:32: Ja, wie so eine Art kleiner Bedürfnis-Checkup.

00:07:34: Was läuft denn eigentlich gerade gut?

00:07:36: Wo bin ich gerade angespannt?

00:07:38: Es ist also so ein kletzer kleiner Reflexionsmoment, der mal so kurz auf so eine imaginäre Stopptaste drückt und sagt jetzt mal ganz in Ruhe, halte mal kurz inne und schau mal, was eigentlich gerade los ist.

00:07:51: Bevor du in deine nächste Therapie gehst oder bevor du gleich das Bewerbungsgespräch mit XY führst oder oder oder.

00:08:00: Das Ganze ist unglaublich wertvoll, weil viele Menschen im Praxisalltag einfach so funktionieren, dass sie gar nicht mehr merken, wie es ihnen eigentlich geht.

00:08:08: Die Rändern von Termin zu Termin und irgendwann sind sie erschöpft und fragen sich, wie konnte das jetzt passieren?

00:08:15: Check-in und Check-out Runden sind ein kleines Tool, das schon mal positiv dazu beiträgt, kurz innezuhalten und zu checken, wo stehe ich eigentlich gerade.

00:08:23: Natürlich, Spoiler, Check in und Check out Runden sind jetzt nicht das einzige Tool, was resiliencefördernd ist und was Entlastung und Stressmanagement fördert.

00:08:33: Es ist ein, ein kleiner Baustein, das ist mir noch mal wichtig zu sagen.

00:08:37: Ein kleiner Baustein und gleichzeitig ein sehr kraftvoller Baustein.

00:08:41: So, und jetzt fragst du dich vielleicht, okay, das klingt ja ganz gut, aber wie setzt sich das Ganze denn jetzt konkret um?

00:08:46: Lass uns da mal drauf schauen und ich hab dir mal so drei Schritte mitgebracht, die du in deiner Umsetzung beachten kannst.

00:08:53: Schritt eins kann sein, erkläre deinem Team, was ihr macht und warum.

00:08:57: Das kann wirklich wichtig sein, also nimm dein Team kurz mit, spring nicht einfach rein, sondern nimm den paar Minuten Zeit, um kurz zu erklären, was ist das überhaupt, was du da heute mitgebracht hast, warum machen wir das und was bringt uns das.

00:09:10: Du kannst zum Beispiel sagen... Liebes Team, ich möchte heute mal was Neues ausprobieren.

00:09:14: Ich hab das da aufgeschnappt bei der Ina.

00:09:17: Wir starten mit einer kurzen Check-in-Runde heute in unsere Teamsitzung, in der jeder von uns mal so eine Frage beantwortet.

00:09:23: Und das soll uns dabei helfen, wirklich hier so anzukommen, präsent zu sein.

00:09:27: Und am Ende, nur dass ihr das schon mal wisst, machen wir eine Check-out-Runde, damit wir so die Sitzung bewusst abschließen und nicht einfach alle auseinanderlaufen.

00:09:36: Im Großen und Ganzen geht's darum, dass wir alle ein bisschen Stress rausnehmen, ein bisschen Tempo raus ... und langfristig für Entlastung sorgen.

00:09:44: Also, so jetzt mal grob gesponnen, wie du das formulieren könntest.

00:09:48: Natürlich soll es dir selber auch gut über die Lippen gehen.

00:09:51: Also überleg vielleicht mal, wie könntest du das deinem Team schmackhaft machen, ohne es ihn jetzt aufzubrummen.

00:09:57: Wichtig, wie gesagt, kann dabei sein, aus eigener Erfahrung einmal so den dahinter liegenden Nutzen auch zu erklären.

00:10:03: Der zweite Schritt könnte dann sein, dass du eine passende Frage auswählst, erst mal für den Beginn und dann auch für den Checkout.

00:10:10: Wenn du in meiner PDF mal nachschlägst, dann siehst du dort, dass es fünfzehn verschiedene Check-In-Fragen gibt, die ich dir mitgebracht habe und fünfzehn Check-Out-Fragen.

00:10:19: Es gibt natürlich noch viele, viele, viele mehr und du kannst dir letztlich auch selbst eine überlegen.

00:10:24: Aber diese Liste soll dir mal ganz einfach und niederschwellig die Möglichkeit geben, einfach eine auszuwählen und gar nicht zu lange zu überlegen.

00:10:31: Schau vielleicht an.

00:10:32: einfach welches spricht dich an oder wo du denkst, ich glaube, dass diese Frage könnte meinem Team ganz gut gefallen.

00:10:39: Für den Check-in, da gibt es zum Beispiel Fragen wie, wie geht es dir gerade in drei Worten?

00:10:44: Oder auch so was wie, was war heute schon ein schöner Moment für dich?

00:10:47: Auf einer Energieskala von eins bis zehn, mit wie viel Energie kommst du heute hier an?

00:10:52: Du musst das jetzt auch gerade nicht mitschreiben, wie gesagt, du findest das alles in der PDF.

00:10:56: Für den Check-out kannst du zum Beispiel so was fragen wie, was nimmst du aus dieser Sitzung mit?

00:11:01: in einem Satz?

00:11:02: oder auch mit welchem Gefühl gehst du aus der Sitzung?

00:11:06: oder was ist dein nächster Schritt?

00:11:08: Und wichtig dabei, alle Antworten wirklich kurz und knackig, also in ein bis zwei, drei Sätzen.

00:11:15: Es wird von den anderen nicht kommentiert, es wird nur in Anführungsstrichen zugehört.

00:11:21: Das ist noch mal eine ganz wichtige Information.

00:11:24: So, und keine Sorge, du musst dir jetzt diese ganzen Fragen nicht selber Ausdenken und ihr jetzt auch nicht gerade alle merken, in dem Quick Guide findest du dreißig Fragen, also fünfzehn für den Check-in, fünfzehn für den Check-out, alle sortiert auch nach ihrem Zweck.

00:11:37: Da kannst du also einfach reinschauen und dir raussuchen, welche für dich jetzt gerade passt oder welche sich für dein Team stimmig anfühlt.

00:11:43: Den Link findest du auch unten in den Show Notes, hier unter dieser Folge, oder auf therapypause.de quick-guide.

00:11:50: So, und dann sind wir auch schon bei Schritt drei.

00:11:52: Da möchte ich dir wirklich noch mal ans Herz legen.

00:11:54: Nehmt euch Zeit und bleibt dran.

00:11:57: Am Anfang kann sich das Ganze vielleicht ein bisschen komischer anfühlen.

00:11:59: Vielleicht sind manche im Team auch skeptisch.

00:12:02: oder es gibt Betretenesschweigen oder wie man will anfangen.

00:12:06: Das ist gar nicht schlimm und ehrlicherweise auch häufig sehr normal.

00:12:10: Check-in und Check-out Runden sind eine neue Gewohnheit und ich meine, wir kennen es auch von anderen Gewohnheiten, die brauchen manchmal ein bisschen Zeit, um sich einzuschleifen.

00:12:17: Meine Empfehlung ist, probiert es einfach mal in den nächsten drei Teamsitzungen aus, schaut dann gemeinsam darauf, wie war das jetzt für uns, was ist jetzt auch anders, was wollen wir vielleicht noch anpassen, was kann aber auch genauso bleiben.

00:12:31: Und meistens merkt ihr schon nach der zweiten oder dritten Runde, ah, jetzt wird es ein bisschen lockerer, ja, die Leute trauen sich mehr und die Sitzung fühlt sich ein bisschen anders an.

00:12:40: Und jetzt noch ein Tipp von mir.

00:12:41: Es klingt ja gerade so, als würdest du jetzt diese ganze Moderation und Organisation rund um diese Runden managen.

00:12:48: Das muss nicht dauerhaft der Fall sein.

00:12:51: Also ich möchte dir sogar sehr empfehlen, dass du nicht dauerhaft die Moderatorin oder der Moderator dieser Runden bist.

00:12:57: Ihr könnt das ruhig rotieren lassen, sodass jede Woche jemand anderes die Check-In-Frage stellt und auch die Check-Out-Runde moderiert.

00:13:05: Das hat nochmal den netten Nebeneffekt, dass Verantwortung verteilt wird und es nicht nur zu deiner Aufgabe wird, sondern eben auch ihr dieses gemeinsame Ritual abwechselnd so praktiziert und das Team sich da auch eben mit einbringen kann.

00:13:21: Schauen wir jetzt noch mal darauf, welche Stolpersteine es denn so geben kann, wenn man mit Check-in oder Check-out-Runden startet.

00:13:28: Stolperstein Nummer eins kann sein, so was wie.

00:13:30: das fühlt sich am Anfang komisch an.

00:13:33: Ja, das stimmt, das tut es, aber das ist normal.

00:13:36: Vielleicht seid ihr es auch jetzt gar nicht so gewöhnt, innerhalb der Teamsitzung über so persönlichere Dinge oder Gefühle oder so zu sprechen.

00:13:44: Vielleicht herrscht auch eher so eine Kultur von in der Sitzung, arbeiten wir Organisatorisches ab, To-do-Lüsten ab.

00:13:50: Und dann gehen wir.

00:13:52: Das heißt, es kann schon so ein kleiner Unterschied sein.

00:13:55: Aber wie gesagt, nach zwei, drei Runden wird das Ganze schon selbstverständlicher.

00:13:59: Stolperstein Nummer zwei kann sein, wir haben keine Zeit dafür.

00:14:03: Das höre ich ehrlicherweise öfter.

00:14:06: Und ich verstehe das auch total, denn der Praxisalltag ist ja nun mal voll.

00:14:09: Die Teamsitzungen sind häufig eh schon knapp bemessen und jetzt soll noch was dazukommen.

00:14:15: Eigentlich ist ja vielleicht zu der Impulse, so was können wir denn weglassen?

00:14:18: und jetzt sollen wir noch was extra machen.

00:14:20: Ja, und hier kommt jetzt so ein bisschen der Punkt.

00:14:23: Check in und check out Runden dauern insgesamt vielleicht fünf oder zehn Minuten, je nachdem natürlich auch wie viele ihr seid und wie viel Zeit ihr euch dann für jede einzelne Person nehmt.

00:14:31: Wenn wir jetzt aber mal sagen, dass wirklich jede Person nur kurz zu Wort kommt, ein Wort sagt, ein Satz sagt, maximal zwei, drei Sätze, dann seid ihr damit tatsächlich auch schnell durch.

00:14:42: Und diese Zeit lohnt sich.

00:14:44: Ihr schafft Verbindung, ihr kommt wirklich an, geht bewusst und klar raus, statt einfach auseinander zu laufen.

00:14:51: Das nimmt tatsächlich Tempo raus in diesem sehr eng getakteten Therapiealltag und sorgt langfristig dafür, dass ihr mehr Klarheit und Entlastung empfinden könnt.

00:15:00: Wenn alle wirklich ankommen und auch präsent sind, dann läuft die Sitzung häufig auch effektiver.

00:15:06: Also da kannst du mal so ein bisschen drauf achten.

00:15:08: Es kann sein, dass die Leute klarer sind, klarer mit ihr.

00:15:11: Gedanken sich einbringen können, ihr schneller zu einer Lösung findet, es weniger Diskussionen gibt, weil einfach alle so ein bisschen mehr bei der Sache sind, weil sie wirklich da sind.

00:15:22: Also ja, es kostet Zeit und gleichzeitig ist es auch eine Investition, die sich auszahlt.

00:15:28: Dann Stolperstein Nummer drei.

00:15:30: Die Antworten sind immer gleich.

00:15:32: Das kann passieren, vor allem wenn ihr natürlich auch immer dieselbe Frage stellt.

00:15:36: Deshalb mein Tipp variiert die Fragen.

00:15:38: Ja, also in der PDF von mir im Quick Guide bekommst du ja fünfzehn Check-in-Fragen, fünfzehn Check-out-Fragen.

00:15:44: Ihr könnt aber auch euch mal fragen als Team, welche Frage würde uns denn heute helfen?

00:15:50: Also welche Frage wollen wir heute beantworten?

00:15:52: Um mit der Zeit könnt ihr auch euren eigenen Fragenkatalog entwickeln.

00:15:56: Ihr sammelt dann einfach die Fragen, die zu euch passen und erweitert sie nach Bedarf.

00:16:00: Ihr könnt die Fragenliste dann an einem Ort ablegen, auf den alle Zugriff haben, vielleicht habt ihr ein Praxishandbuch oder in der Praxissoftware.

00:16:09: So kann dann jede Person, die moderiert, schnell eine passende Frage auswählen.

00:16:13: Und manchmal ist es auch okay, wenn die Antworten ähnlich sind.

00:16:17: Manchmal reicht es einfach, dass jede kurz sagt, ja, mir geht's gut, ich bin da, auch das schafft Verwindung.

00:16:24: So, und jetzt zum Abschluss nochmal kurz der Blick aufs große Ganze.

00:16:27: Ich hatte es gerade schon so ein bisschen angeteasert.

00:16:29: Check in und check out sind jetzt nicht nur so nette Rituale, sondern sie sind letztlich ein Baustein für gesunde Strukturen in deiner Praxis.

00:16:37: Gesunde Strukturen bedeuten für mich Strukturen, die nicht nur funktionieren, sondern die auch dafür sorgen, dass es allen gut geht.

00:16:43: Da sind wir dann beim Thema Stress, Management, Entlastung, Resilienz.

00:16:48: Es soll dir gut gehen, es soll deinem Team gut gehen und natürlich letztlich auch deinen Patientinnen.

00:16:54: Und dazu gehören eben nicht nur organisatorische Dinge wie Dienstpläne oder Abrechnungssysteme, sondern auch soziale und kulturelle Strukturen.

00:17:03: Wie gehen wir miteinander um?

00:17:05: Wie kommunizieren wir z.B.

00:17:06: miteinander?

00:17:07: Nach welchen Werten verhalten wir uns?

00:17:10: Wie schaffen wir Raum für Reflexion und Austausch?

00:17:13: Check in und check out Runden sind so ein kultureller Baustein.

00:17:16: Sie signalisieren.

00:17:18: Bei uns zählt jede Person.

00:17:19: Bei uns ist Raum für das, was dich bewegt.

00:17:22: Bei uns musst du nicht immer funktionieren.

00:17:24: Da steckt schon eine ganze Menge drin.

00:17:26: Und das ist letztlich auch das, was ich mit meiner Arbeit unterstützen möchte, dass du eine Praxis führst, in der alle gesund und gerne arbeiten und du natürlich inklusive.

00:17:36: So, und jetzt zu dir.

00:17:37: Wenn du jetzt denkst, alles klar, Ina, ich will das jetzt sofort ausprobieren, dann nochmal die Info, Quick Guide, dreißig Fragen für entspannte Teamsitzungen, den Link findest du unten in den Show Notes oder auch auf therapypause.de slash quick-guide.

00:17:54: Fünfzehn Check-In-Fragen, fünfzehn Check-Out-Fragen, sortiert nach Zweck, drei Schritte Umsetzungsplan, damit du direkt starten kannst.

00:18:01: Also im Prinzip ist das so, das rundum Sorglos-Paket, um einfach mal loszulegen, ganz niederschwellig und einfach erklärt.

00:18:08: Und das war's dann auch für heute.

00:18:10: Ich hoffe, dass diese Folge dir weitergeholfen hat und du jetzt motiviert bist, Check-in und Check-out-Runden selber mal in der nächsten Teamsitzung auszuprobieren.

00:18:19: Wenn dir die Folge gefallen hat, dann freue ich mich riesig über deine Unterstützung.

00:18:22: Am einfachsten geht das tatsächlich, indem du meinen Podcast mit fünf Sternen, zum Beispiel bei Apple Podcast oder Spotify bewertest.

00:18:29: Das hilft nämlich ungemein dabei, dass auch andere Praxisinhaber und Praxisinhaberinnen den Podcast finden.

00:18:35: Also, falls du mitmachst, ganz herzlichen Dank, ich weiß das wirklich sehr, zu schätzen.

00:18:40: Und jetzt ganz viel Freude beim Ausprobieren von den Check-In und Check-Outrunden.

00:18:44: Ich bin gespannt, wie es für dich und dein Team funktioniert.

00:18:47: Wenn du noch Fragen hast oder mir von deinen Erfahrungen erzählen möchtest, dann freue ich mich riesig von dir zu hören.

00:18:52: Schreib mir dann einfach eine E-Mail an info-at-therapie-pause.de.

00:18:57: Und damit sage ich tschüss, wir hören uns wieder in deiner nächsten Therapiepause.

00:19:01: Mach's gut.

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